6-4-2-0

Am Wochenende spielen die besten Golfer der Welt auf der US PGA Tour bei den The Barclays  Das ist die gleichzeitig die erste Runde des FedEx Cups, an der die besten 125 Spieler der PGA Tour starten dürfen. Unter anderem starten dort auch Rory McIlroy und Tiger Woods, die um 13.06 an Tee 1 gemeinsam mit Zach Johnson an den Start gehen werden. Ebenfalls am Start im Bethpage State Park in Farmingdale,NY ist die aktuelle Nr. 11 der Europäischen Ryder-Cup Wertung, Ian Poulter.

Die aktuelle Liste sieht noch Martin Kaymer auf dem 10ten Platz und damit sicheren Ryder Cup Platz. Poulter kann sich durch seinen Start beim FedEx allerdings nicht mehr direkt ins europäische Team spielen, wird aber mit höchster Wahrscheinlichkeit ohnehin eine der beiden europäischen Wildcards erhalten.  Und so startet mit Nicolas Colsaerts der einzige Spieler, der sich an Martin Kaymer vorbei noch direkt für das europäische Ryder Cup Team qualifizieren kann, bei den Johnnie Walker Championship in Gleneagles. Das aktuelle Leaderboard dazu findet ihr hier (klick mich)
Wer die zweite Wildcard (neben dem wohl schon gesetztem Ian Poulter) von Captain Jose Maria Olazábal bekommen wird, ist offen. Colsaerts hätte wohl die besten Chancen, wenn er sich nicht qualifiziert. Padraig Harrington, der nach Runde 1 bei The Barclays führt, müsste das Turnier schon gewinnen, um überhaupt noch ins rennen um die Wildcards zu gelangen.
Gesucht ist ein guter Matchplayer, ein Spieler, der Nerven hat und im Spiel Mann gegen Mann bestehen wird. Wird es der Longhitter Colsaerts sein, der in Gleneagles mindestens geteilter Zweiter (mit max. zwei weiteren geteilter 2ter) werden muss um sich direkt zu qualifizieren?
Martin Kaymer wird wohl in seiner aktuellen Form keine Wildcard bekommen, sollte sich Colsaerts doch noch rein und ihn rausspielen, denn die Europäer brauchen Spieler in Topform. Spieler, die im Matchplay bestehen können.
Und da man das viel zu selten spielt, ist es auch immer eine Frage des Glücks, den richtigen Spielern die beiden Wildcards zu geben. Wobei Poulter definitiv Matchplayer ist. Ich würde die zweite Wildcard dann Colsaerts geben oder sollte der sich doch noch direkt qualifizieren, sogar Jiminez. Der hat so viel Matchplay und Ryder Cup-Erfahrung, der muss eigentlich mit. Oder er nimmt ihn als vierten Co. Captain mit….
Und Jose Maria Olazábal hat auch schon mehrfach betont, dass ihm, neben der aktuellen Form, auch Erfahrung wichtig ist. Viel Erfahrung, am besten Matchplay UND Ryder Cup…
Ich freue mich so oder so schon auf das letzte September Wochenende, wenn es heißt: 
Ich liebe Matchplay. 
Das ist viel spannender, als Zählspiel, weil es jede Bahn aufs Neue zählt und weil man auch als Underdog immer eine Chance hat. Und auch deshalb spiele ich gerne Matchplay. Und man kann Matchplay nicht nur im Vierer zu viert spielen, sondern mit etwas Kreativität und mathematischem Geschick auch zu viert als Einzelwettbewerb. Unsere Jungsenioren, für und mit denen ich inzwischen auch trainieren und spielen darf (was sehr viel Freude macht, Jungs!), sind für solche Dinge immer zu haben.
Zum Beispiel für das   
6-4-2-0
(mit drei Spielern dann 4-2-0).
Was aussieht wie eine einfache Zahlenkette, ist eine simple Variation des Matchplays für mehr als zwei Spieler.
Matchplay und 6-4-2-0 wie geht das zusammen?
Ganz einfach, es ist eine abgewandelte Zählform. Statt gewonnener Löcher zählt man Punkte für entsprechend erspielte Platzierungen an jeder Spielbahn. Der Sieger eines Lochs bekommt 6 Punkte, der Zweite 4, der Dritte 2 und der Vierte halt Null. Teilen sich Spieler eine Position werden die Punkte entsprechend addiert und durch die Spieleranzahl geteilt.
Beispiele:
Drei Spieler teilen sich die Bahn (Netto!). Dann bekommt jeder der drei Spieler 4 Punkte. Warum?
6+4+2=12 geteilt durch 3 Spieler = 4 Punkte. 
Teilen sich zwei Spieler z. B. den dritten Platz an einer Bahn bekommt jeder von ihnen 1 Punkt (2+0)/2=1…

Und so addiert jeder Spieler seine Punkte pro Bahn und wer am Ende die meisten Punkte hat, ist Sieger. Und man erhält eine Rangfolge. Man kann dabei natürlich auch immer den niedrigsten Punktestand auf Null setzen, um keine zu großen Zahlen zu bekommen. Sprich wenn Spieler A 12 Pkt, Spieler B 9, Spieler C 5 und Spieler D 4 Punkte haben, kann man auch um genau diese 4 Punkte alle Punkte kürzen, so dass dann Spieler A 8, Spieler B 5, Spieler C noch einen und Spieler D dann wieder 0 Punkte haben. Das macht das ganze Zählen etwas übersichtlicher. Finde ich. Muss man aber nicht machen.

Und natürlich kann und sollte man das Handicap mit einbeziehen. 
Dass allerdings nur als ¾ Matchplay-Vorgabe. 
Spielen also drei Spieler z.B mit einer Vorgabe 12 und einer mit einer 28, bekommt der mit der 28 jeweils 12 Schläge (28-12 mal 0,75 = 12) als Vorgabe. 
Klingt viel komplizierter als es ist. Macht dafür aber riesigen Spaß und wie gesagt, man kann so auch Matchplay zu Dritt oder Viert als Einzel spielen. Ich jedenfalls finde diese Form sehr lustig, sportlich durchaus herausfordernd, gerade mit der Drei-Viertle-Vorgabe und es macht immer wieder Spaß.  Um das ganze Spiel etwas aufzuwerten, kann man vorher ja vereinbaren, dass der letzte eine Runde zahlt. Ich habe das am Mittwoch zum ersten Mal gespielt und wurde am Ende geteilter Zweite. Und ich hatte viel Spaß, dennoch war es sportlich immer auch anspruchsvoll und dazu auch noch Matchplay.

So, ich werde jetzt Colsaerts mal die Daumen drücken, denn ich denke schon, dass er dem europäischen Team deutlich mehr helfen würde, als Martin Kaymer in seiner aktuell Form es könnte. Andererseits hätte ich auch nichts dagegen, Martin Kaymer, dann aber hoffentlich wieder in bester Form vom 25.09 -29.09 in Chicago für Europa aufteen zu sehen!
Am Ende zählt nämlich nur eins:

Hauptsache wir schlagen die Amis! Aber das wird bei starkem Team schon schwer genug!
Nur Golf bei:

2 Gedanken zu „6-4-2-0

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