Lexikon – D

DGV
Quasi die DFL und der DFB für den Golfsport. Der Deutscher Golf Verband e.V. 
Dachverband des Golfsports in Deutschland, zuständig für die Einhaltung der Regeln, Anwendung des Vorgabensystems und des Course Ratings. Mitglied im DGV sind nur Golfanlagen, aber keine einzelnen Spieler. Die erhalten aber einen DGV Ausweis, um somit ihre Clubzugehörigkeit nachzuweisen.

Dimple
Kein Whiskey, sondern die Bezeichnung für kleine Grübchen, die sich auf der Oberfläche des Balls befinden. Die Anzahl, die Form und die Anordnung der Dimples beeinflussen ganz entscheidend die aerodynamischen Eigenschaften des Balls. Und auch hier ist die Beschaffenheit, wie bei den Schlägern durch ein Regelwerk festgelegt. Aber das ist auch technischer Schnickschnack.

Divot
Rasenstücke, die beim Golfschwung aus dem Boden geschlagen werden. Die Etikette verlangt, dass man sie sorgsam aufsammelt, wieder einsetzt und festtritt. Und ihr werdet selber dankbar sein, wenn die Divots wieder eingesetzt sind, denn sind sie es nicht, kann es passieren, dass der eigene Ball in einem Divot liegen bleibt und damit keine gute Lage mehr hat. Es ist übrigens keine Schande, wenn man ein Divot schlägt, sondern eher die Regel.
Allerdings ist es nicht so toll, wenn das Divot weiterfliegt als der eigene Ball.
Dogleg
(deutsch Hundebein) Spielbahnen, die nach links oder rechts abgeknickt sind, werden als dogleg bezeichnet. Meistens ist der Knick und damit auch die Sicht auf das Grün erst nach einem guten Drive erreichbar.

Doppelbogey
Ergebnis mit zwei Schlägen über Par an einem Loch. Kein schöner Score für Profis. Bei Anfängern mit HDCP -54 entspricht  wäre das quasi ein Birdie…

Draw
Ein Ball, der gerade startet, aber sich letztlich leicht (oder auch weit…) nach links (bei Linkshändern nach rechts!) verzieht. Von geübten Spielern wird absichtlich ein Draw gespielt um den Wind auszunutzen oder aber um Hindernisse wie Bäume zu umspielen. Anfängern spielen den Draw, aber meist unbeabsichtigt. Das sind einige der Situationen in denen man auf dem Platz ein lautes FORE!!! hört. Dann heißt es, ohne zu gucken, Deckung nehmen, Hände über den Kopf, da kommt eine harte Kugel von irgendwo her. Und die kann verdammt wehtun.
Wenn ein Anfänger den Draw spielt heißt es dann auch meistens: Ball  suchen…

Driver
Jeder Schlag vom Tee wird als Drive bezeichnet – es muss dafür nicht der Driververwendet werden. Es ist der erste Schlag auf jeder Bahn. Siehe Abschlag
Der Schläger mit dem längsten Schaft ist das Holz 1, auch Driver genannt. Der Driver wird fast ausschließlich beim Abschlag vom Tee verwendet und ist im Regelfall auch der Schläger, mit dem die größten Weiten erzielt werden. Wenn man den Ball trifft.  Trifft man ihn nicht sauber, ist das auch der Ball, der am meisten gesucht wird.

Driving Range
Ist nicht das Fahrschulgelände, sondern das Übungsgelände zum Erlernen der langen Schläge und zum Üben oder Aufwärmen vor der Runde. Eine Anmerkung: Jeder sollte die Driving Range regelmäßig aufsuchen und üben. Um an seinem Schwung zu feilen.

Droppen
Ein Fallenlassen des Balles nach den Golfregeln, mit in Schulterhöhe ausgestrecktem Arm. Geschieht meistens als Strafschlag, nach dem der Ball in eine unbespielbare Situation (Wasserhindernis) geschlagen wurde. Und kostet in aller Regel (es gibt aber Ausnahmen) einen Strafschlag, denn das Droppen wird dann als eigener Schlag gewertet. Es soll aber auch Spieler geben, die „Droppen“ den Ball „unbemerkt“ direkt aus der Hand oder Hose und meinen dann, es wäre ihr Spielball…

Durchspielen
Nach der Etikette ist das Durchspielen lassen eine Pflicht für langsame Spieler oder Gruppen, die einen Ball suchen und/oder die nachfolgenden Flights aufhalten, weil sie zu langsam sind. Es ist wichtig und auch keine Schande die anderen Durchspielen zu lassen und manchmal auch fürs eigene Spiel hilfreich, weil man sich sonst von schnelleren Spielern bedrängt fühlen kann.

Durchschwung
Der Teil des Schwungs nach dem Treffmoment. Wird gerade bei Anfängern oft vernachlässigt, weil man ja den Ball bereits getroffen hat. Aber das ist weit gefehlt, denn es ist ein ganzer Schwung, der die Länge und Richtung eines Balles ausmacht. Und dazu gehört auch der Durchschwung. Das ist ein Teil meines Trainingsprogramms diesen Winter.