Dann doch noch

Das Golf-Jahr war für mich eigentlich schon abgeschlossen. Die letzte Trainerstunde bei Joel Goodson war vor Weihnachten (Geschenktipps gab es ja hier bereits vor 14 Tagen), die letzte Runde mit Andre war in Phoeben bereits gespielt und Weihnachten war auch schon. Da gab es Golf-Schuhe von Nike (Sneakers für den Sommer), zwei Golfbücher (Das von mir empfohlene Golf-Kuriositäten: Erstaunliches zwischen Grün und Bunker von Jonathan Rice und dann noch Golf-Gaga – Der Fluch der weißen Kugel von Eugen Pletsch (gab es vo meiner grßen Tochter) und einen Gutschein für eine Runde Golf mit meiner Kleinen! Die selber noch nicht golft, aber anfangen will. Und auch schon ein paar Mal mit war. 
Doch das Wetter und der Urlaub zwischen den Feiertagen schrien förmlich nach Golf. Und so war ich am Mittwoch zwei Stunden auf der Driving Range und am Donnerstag dann doch nochmal auf dem Platz.
Bei uns werden keine Startzeiten vergeben, aber die Sommergrüns sind wegen des milden Wetters auf. Und so ist der Andrang eigentlich immer groß. Doch mir gelang, was ich kaum zu hoffen wagte: ich konnte direkt abschlagen und hatte niemanden dabei, der sich über mein Spiel, das ja im Trainingsmodus ist, wundern würde. Und so starte ich nachdem ich ca. 5 Minuten Bälle zum Aufwärmen geschlagen hatte, auf der 1ten Bahn im Berliner Golfclub Gatow (meinem Heimatclub). Das ist die dritt schwersten Bahn, einem Par 4 mit 361 Meter und Dogleg nach Links.
Da mein Drive, den ich die letzten Wochen total vernachlässigt hatte, den ganzen Tag über nicht wirklich gut war (zu kurz und viel zu viel Slice), hatte ich gut 170 Meter bis zum Grünanfang. Da das Grün von einem Bunker geschützt und die Fahne auf dem hinteren Plateau stand, entschloss ich mich mein Hybrid zu  nehmen. Beim Schlag habe ich das erste Mal gemerkt, wie windig es war. Der Ball landete links vom Bunker, ca. 10 Meter vom Grün. Doch wie lautet der alte Spruch? Ein Chip – ein Putt und schon hatte ich mein erstes Par. Ein Par. Bei dem Wetter. Mitten aus dem Nichts. Und auch sonst fühlte sich vieles richtig an. Doch wer den Platz in Gatow kennt, weiß, dass man, wenn man den Wald verlässt und auf die 3 kommt, dass der Platz dort draußen sehr offen und windanfällig.
Ich habe gestern das erste Mal erahnen können, wir Links-Golf wirklich geht. Und was der Faktor Wind wirklich bedeuten kann. Am Ende spielte ich dreizehn der achtzehn Bahnen (6-10 habe ich ausgelassen, da ich vor mir zu viele Flights hatte und regen aufzog). Und dabei gelangen mir 3 Par, die 1, die 12 (Par 3) und die 15 (Par 5). Dazu jeweils 4 Bogeys und 4 Doublebogeys und leider auch zwei 7. Die 5 und die 11 (da habe ich den Abschlag ausnahmsweise mal links weggehauen und bin dann an dem Hügel gescheitert). Aber sonst war das sehr gut. Es fühlte sich vieles richtig an und ich konnte erahnen, dass Training sich wirklich lohnt. Dran bleiben und weiter an sich arbeiten ist das Ziel und mein Vorsatz für 2012. Also, Billy. Ich brauche Trainerstunden. Und ich muss an meiner körperlichen Verfassung arbeiten. Das Tragen des Bags war gestern noch OK. Heute tat mir der Rücken weh. Aber ich bin halt auch kein 20 mehr.
In diesem Sinne, wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch in ein tolles, friedliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2012. 
Mögen die Fußballer den EM-Titel holen, die Europäer ihren Ryder-Cup Titel verteidigen, die deutschen Profigolfer alle erfolgreich sein. Und euch wünsche ich tolle Runden, mit spannenden Menschen, schönen Plätzen, tollem Wetter und besten Ergebnissen. Und das auch ihr die Zeit, Muße und den Sinn für das Training nicht vergesst! 
Mein golferisches Ziel für 2012 ist klar und ich spreche es hiermit auch offen aus: Ich will eine 1 vorne im Hdcp. Nicht weil mir das Hdcp wichtig ist, ich will es auch spielen können.

4 Gedanken zu „Dann doch noch

  1. Wer hat das Wetter denn nicht noch mal für eine Runde Golf genutzt?
    Ich habe 3 Bälle verloren, da ich (zu wenig Übung in letzter Zeit) den Ball nicht flach halten konnte. Ja, bei uns hat es auch gezogen wie verrückt.

    Ich wünsche dir auch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    bis denne
    rebel

  2. Ball habe ich keinen verloren. Aber nur, weil ich meinen zweiten Anschlag an der 2 aus dem Teich fischen konnte…
    Ich habe teilweise wirklich zwei Eisen mehr gebraucht. Obwohl mein neuer Schwung mehr Länge bringt… Das war der Hammer.
    An der 4, einem Par 3 mit knapp 120 Meter war selbst ein 7er Eisen 5 Meter zu kurz und landete im Bunker vor dem Grün Der Ball war echt Super geschlagen, voll auf Linie zur Fahne und ich hatte echt Angst, der wäre zu lang. Aber dann kam der Wind…
    Danke, dir auch!

  3. Matthias

    Wie immer nix zu meckern, schöner Abschluß plan mich mal für einen Samstag Ende März ein, ich muss nochmal zu Hohmann in Berlin. einen guten Rutsch und ein tolles Golf Jahr 2012 wünsche ich

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