Der Blick zurück auf 2015

Im Gegensatz zu den letzten Jahren war 2015 eher ein mäßiges Jahr für mich. Zumindest was das Golfen anging. Zu viel Arbeit, zu viele andere Dinge haben mich davon abgehalten, regelmäßig und viel zu spielen. Aber es gab auch einige Highlights, gute Runden und meine Woche beim Solheim Cup 2015.Da der Frost Einzug hält, in Gatow die Sommergrüns und Abschläge wegen des Frosts bereits (vorübergehend) gesperrt sind, ist die Saison für mich auch zu Ende. Vielleicht werde ich, wenn der Frost weg ist, mal ein paar Bahnen spielen. Trainieren werde ich aber auf alle Fälle. Es ist aber Zeit für einen Jahresrückblick. Anfangen will ich dabei mit mir und meinem persönlichen Rückblick auf das Jahr 2015.

Begonnen habe ich mein Jahr mit Wintertraining bei Peter Owens. Pete ist Trainer im Golf- und Country Club Seediner See . Ziel des Trainings war es, mir eine Art Schwung zu verpassen und mich und meinen Körper langsam dahin zu bringen, das dass was ich auf dem Platz mache auch nach einem Golfschwung aussehen könnte. Ich hatte (und habe meistens immer noch viel zu wenig) Körperrotation, meine Hüfte war quasi steif, die Hände versuchen immer noch viel zu früh den Ball zu schlagen und im Durchschwung bin ich viel zu flach und breche den Durchschwung auch viel zu oft ab.

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Das alles kostet mich dann doch einiges an Weite und ich habe immer noch den klassischen Anfängerfehler, zu sehr von außen zu kommen und damit zu sehr zu faden/slicen. Dazu hatte ich die Hände im Treffmoment fast nie vor dem Ball. Man könnte sagen, ich habe für mich über Jahre einen gelöffelten Punch-Fade kultiviert. Dass ich damit auf Handicap -16,7 stand, zeigt zum einen, das ich einigermaßen gut in den Annäherungsschlägen und im Putten sein muss und es zeigt auch, dass man relativ schnell in den Bogey-Golf-Bereich kommen kann.

Da kann man es sich gemütlich einrichten und versuchen auf irgendwas mit Handicap 12 zu kommen. Aber ich will das nicht. Ich weiß, ich werde nie Handicap 5 oder so spielen, dafür habe ich zu spät angefangen und bin ich inzwischen auch zu alt für. Aber ich will einfach etwas an meinem Spiel tun, was offensichtlich sonst die Grenze bedeuten würde.

Ich könnte jetzt Xavier und irgendwas von Leichter Weg und so. Will ich aber nicht, denn der Weg ist hier tatsächlich das Ziel.

Ich merke selber, wenn ich (vor allem im Training) dann das mache was mein Trainer will das ich es tue, funktioniert es auch. Leider ist das bei mir gerade so, dass ich im Probeschwung vieles richtig mache, doch sobald der Ball ins Spiel kommt, alte Fehler und Mechanismen greifen und es tatsächlich zwei völlig verschiedene Abläufe sind.

Es bleibt festzuhalten, ich werde nicht nur länger, es fühlt sich auch anders an. Das mag für Nicht-Golfer komisch klingen, aber wenn man den Ball trifft, gibt es massive Unterschiede in der Wahrnehmung. Das Gefühl kann schmerzhaft sein (als ob man einen Stein schlägt), es kann ganz leicht sein, wenn man den Ball perfekt trifft. Und es kann leicht sein, aber dennoch einen Widerstand durch das geschlagene Divot sein. Und dieses Gefühl suche ich. Regelmäßig.

Es gibt diesen Spruch, Golf sei die Aneinanderreihung von Katastrophen, die manchmal von kleinen Wundern unterbrochen werden.

Es geht im Golf eigentlich also darum, die Katastrophen so erträglich wie möglich zu machen. Anfangs ist es wichtig den Ball überhaupt zu treffen, dann den Ball nach vorne zu bewegen. Sichtbarstes Zeichen für Verbesserungen  ist die Tatsache, dass die Zahl der geschlagenen Ladies und verlorenen Bälle im Laufe der Zeit abnimmt. Es ist halt alles eine Frage der Betrachtung und des eigenen Standpunktes. Als ich anfing, dachte ich, dass Hdcp 18 Spieler gute Golfer sein. Inzwischen weiß ich, dass sie ihre Katastrophen andere sind als die der Anfänger. Und das gute Golfer ein Handicap von -5 oder besser haben.

Für 2015 gilt für mich persönlich festzuhalten, dass ich inzwischen eine genauere Vorstellung davon habe, was ich machen sollte und wie es sich anfühlt, wenn ich es tatsächlich tue. Insgesamt gilt, es wird besser und wenn ich mich entspannt dazu bringe, zu drehen und durch zu schwingen, ist der Fehler fast weg. Die Hände sind zwar meistens immer noch zu schnell und im Treffmoment leider nicht weit genug vor dem Ball. Aber es wird besser. Die Längen sind definitiv ausbaufähig, aber dafür gibt es ja den Herbst und Winter 2015/2016. Sprich, ich werde wieder Trainerstunden nehmen und versuchen an mir und meinem Spiel zu arbeiten. Die Tasche steht schon zu Hause, einzig an Zeit fehlt es mir aktuell. Aber ich werde die nächsten, dunklen Monate nutzen und mit Pete an dem Arbeiten, was ich gerne als Schwung hätte.

Nächstes mal erzähle ich dann ein wenig von den in 2015 gespielten Turnieren und Runden.

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