Lexikon – E

Eagle
Zu deutsch: Adler (nicht der Rene von Leverkusen) Man spricht von einem Eagle, wenn man ein Loch zwei unter Par gespielt hat – also z.B. ein Par-5-Loch in drei Schlägen oder ein par 4 mit dem zweiten eingelocht. Ich habe null Ahnung warum, aber bei Ergebnissen die unter Par liegen, haben sich Begriffe aus der Vogelwelt eingebürgert, siehe auch Birdie und Albatross.

EGA
European Golf Association. So eine Art PGA in kleiner. Viel kleiner. Aber auch wichtig. Irgendwie. Sagt man…

Ehre
Ehre bedeutet, dass man vom nächsten Abschlag als Erster abschlagen darf. Für einige ist dies eine zweifelhafte Ehre, weil man als erster erfahren muss, wie die Windrichtung die Flugbahn und Ballgeschwindigkeit verändert. Der nächste Spieler kann seinen Schlag dann danach ausrichten und hat es etwas leichter. Die Ehre hat am ersten Abschlag derjenige mit dem niedrigsten Handicap. Und danach dann der Spieler der auf der vorherigen Bahn die wenigsten Schläge gebraucht hat.

Einstellig
ist jeder Golfer, der eine Stammvorgabe von- 9,9 und besser hat. Der (oft unerfüllbare) Traum eines jeden Golfers. Um dorthin zu kommen, muss man extrem viel trainieren und spielen. Und dazu auch einiges an Talent mitbringen.

Eisen
Der komplette Schlägersatz der Eisen ist durchnummeriert von 1 bis 9 zzgl. Pitching-, Sand-, und Loft-Wedge. Die Eisen unterscheiden sich zum einen durch die Länge ihrer Schäfte, zum anderen durch den Loft (Neigung der Schlagfläche). Den geringsten Loft haben die langen Eisen – den größten Loft schließlich das Wedge. Die meisten Standartschlägersätze werden mit Eisen 5-9 und SW, PW verkauft. Die langen Eisen sind in aller Regel auch die am schwersten zu spielenden.

Je schwerer die Balllage, desto kürzer sollte das Eisen sein.
Ich spiele aktuell einen Mizuno MX-100 Eisensatz von 5-9, SW und PW. Dazu noch ein PING 56 Grad Wedge.

Eklektik
Beim Golfen gibt es verschiedenste Wettspielformen. Eklektik ist ein Wettspiel über mindestens zwei Runden, bei dem von jedem Spieler jeweils nur das beste Ergebnis eines Lochs in die Wertung kommt.

Erleichterung
Im Regelwerk allerdings darf beim Golfspiel Erleichterung, genommen werden, d.h. der Ball kann nach den Regeln je nach Ausgangssituation straflos oder mit einem Strafschlag an einer anderen Stelle fallen gelassen werden. Die Erleichterung ist einer der Gründe, warum man das Regelwerk kennen sollte, denn hier können einige Fehler passieren.

Etikette
Neben bestimmten Kleidungsetiketten (Männer haben z.B. ein Oberteil zu tragen, dass einen Kragen hat) gehören zur Etikette des Spiels auch Richtlinien zur Sicherheit und Rücksichtnahme auf dem Platz, zum Vorrecht auf dem Platz und zur Schonung des Platzes. Schwerwiegende Verstöße gegen die Etikette können mit Disqualifikation bestraft werden (Regel 33-7). Solltet Ihr auf einem Golfplatz mit Jeans antreten wollen, wird man Euch nicht spielen lassen.
Martin Kaymer trug 2010 das N11-Trikot auf der 18ten Bahn bei den BMW Open in München Eichenried, als Deutschland zeitgleich bei der WM gegen England antrat. Und er wurde dafür unter Verweis auf die Etikette (Weil ja kein Kragen…) verwarnt und mit einer Geldstrafe belegt.

Explosionsschlag
Schlag aus dem Bunker, bei dem der Schläger unter dem Ball durch den Sand gleitet und der aufsteigende Sand so aussieht, als sei er durch eine Explosion in die Höhe geworfen worden.
Das ist auch kein Fehler, wenn der Sand so fliegt, sondern gewollt. Man will/soll beim Bunkerschlag den Sand unter dem Ball schlagen, um den Ball aus seiner misslichen Lage zu befreien. Sieht leichter aus als es ist. Deutlich leichter.

Extra-Löcher
Extra-Löcher sind zusätzliche Löcher bei einem Stechen (Playoff im englischen Sprachgebrauch), die nach Beendigung eines Wettspiels gespielt werden, um einen Sieger zu ermitteln, wenn nach der regulären Runde(n) das Ergebnis der führenden Gleichstand ist.
So musste Kaymer bei seinem PGA-Championship-Sieg in Whistler Straits gegen Bubba Waton in ein Stechen über 3-Extralöcher, da beide nach 72 Löchern bei -11 (also 11 Schläge unter Par) lagen.
Zum Glück war es ein Stechen über 3 Bahnen, denn sonst hätte Watson die PGA gewonnen, da er am ersten Extraloch (der Bahn 10) ein Birdie spielte, während Kaymer nur ein Par spielte.