Eingelocht – Abgerechnet wird am Schluss Teil 2

Spieth-Cola

Das Golfjahr 2015 ist zu Ende. Hier dann der zweite Teil der „Abrechnung“ in Sachen Verdienst. Im ersten Teil waren die Spitzenverdienerinnen der Damen und die beiden einzigen Deutschen, Martin Kaymer und Bernhard Langer vertreten. Wobei Langer auf Platz 19 deutlich vor Martin Kaymer lag, der „nur“ 31 in 2015 wurde.

Im zweiten teil dann die absoluten Topverdiener, zu denen überraschenderweise auch eine ehemalige Golfer gehören.

Eingelocht

Letzte Woche hatten wir die Golfdigest Top 50 earning-List , also die Liste der Sportler mit den höchsten Einkommen im Jahr 2015 weltweit begonnen.

Das Deutschlands Nummer 1 Martin Kaymer von Platz 19 auf Platz 31 zurück fiel und dabei von Bernhard langer überholt wurde, ist nur eines der kuriosen Ergebnisse gewesen. Im Gegensatz zur Nummer 24 der Liste, Tom Watson, hat Bernhard Langer mit 3.5 Mio $ ca 40% seines Einkommens noch auf dem Golfplatz erspielt. Tom Watson liegt da „nur noch“ bei knapp 5 % seines Jahreseinkommens. Aber eine Legende wie er hat immer noch einen hohen Werbe- und Marktwert. Und ieser bringt ihm 7.5 Mio $ im Jahr.

24) TOM WATSON

PREVIOUS RANK: 33

ON COURSE: $408,751

OFF COURSE: $7,500,000

TOTAL: $7,908,751

Getoppt werden die beiden Senioren aber von The Shark, Greg Norman. Der schafft es, ohne einen einzigen Ball ertragreich gespielt zu haben, direkt auf Platz 14 der Liste.

Das liegt an seiner Bekanntheit, aber auch daran, dass Norman auch diverse Aktivitäten in Sachen Golf einbringt. Allerdings wurde sein TV-Vertrag überraschend gekündigt.

14) GREG NORMAN

PREVIOUS RANK: 17

ON COURSE: —

OFF COURSE: $12,000,000

TOTAL: $12,000,000

Aber selbst seine 12 Mio $  Off-Couse Einkünfte sind gegen die Nummer 10, Gary Player nicht ausreichend. Der hat in seinem Alter natürlich kein offizielles Turnier mehr gespielt, verdient aber im Jahr immer noch 15 Mio. $.

10) GARY PLAYER 

PREVIOUS RANK: 11

ON COURSE: —

OFF COURSE: $15,000,000

TOTAL: $15,000,000

Kommen wir aber kurz zu den youngguns zurück. Zu den Spielern, die das Jahr 2015 spielerisch bestimmt haben.

Er selber ist inzwischen eine echte Marke, eine Stillikone und verdient dementsprechend sehr viel Geld mit Werbung, u.a. für PUMA. Aber Rickie Fowler ist hat auch sehr gut gespielt.  Und wenn er selber sagt, ihm fehle eine Majortitel, hat er den doch eigentlich mit dem 5ten „Major“ mit The Players in 2015 gewonnen.

8) RICKIE FOWLER

PREVIOUS RANK: 12

ON COURSE: $8,254,416

OFF COURSE: $9,000,000

TOTAL: $17,254,416

Einen Majortitel und sogar zwischenzeitlich Weltranglistenposition #1 konnte hingegen Jason Day in 2015 auf die Haben-Seite verbuchen. Genauso wie insgesamt Einnahmen  von ca. 19.5 Mio. $, für einen Jungen aus ärmlichsten Verhältnissen eine Menge Geld. Er und seine Kinder werden wohl nie wieder Wasser aufwärmen müssen um duschen zu können und die ersten Golfschläger für seine Kinder wird er, wenn überhaupt, auch selbst bezahlen können. Zu gönnen ist ihm dieser Erfolg

7) JASON DAY

PREVIOUS RANK: 28

ON COURSE: $11,938,330

OFF COURSE: $7,500,000

TOTAL: $19,438,330

Das die Nummer 2 der Welt allerdings „nur“ die Nummer 7 im Ranking ist, liegt auch daran, dass vier, ja gleich vier „ältere“ Herren vor ihm stehen, die allesamt einen unfassbaren Namen haben, den sie sich über viele Jahre hinweg aufgebaut haben.

Dazu gehört ohne Zweifel ein Jack Nicklaus. Golflegende und Platzdesigner zahlreicher Champions-Course. Dem gelang es sogar in 2015 noch einmal ein Preisgeld in Höhe von 41.500$ zu erspielen. Die sind aber Peanuts im Vergleich zu den 22 Mio $ Off-Course Einnahmen.

6) JACK NICKLAUS

PREVIOUS RANK: 5

ON COURSE: $41,500

OFF COURSE: $22,000,000

TOTAL: $22,041,500

Geschlagen wurde Arnold Palmer aber (wieder einmal) von Arnold Palmer. Der bringt es mit Werbung und Course-Designs auf sagenhafte 40 MIo$ Jahreseinkommen. Und landet damit auf Platz

5) ARNOLD PALMER

PREVIOUS RANK: 4

ON COURSE: —

OFF COURSE: $40,000,000

TOTAL: $40,000,000

Vor Arnold Palmer steht Europas Nummer 1, der Nordire Rory McIlroy. Seine Nike-Megadeal, aber auch diverse sportliche Erfolge sorgen für fast 47 Mio US $ Jahreseinkommen. Des Weltranglistendritten.

4) RORY McILROY

PREVIOUS RANK: 3

ON COURSE: $9,468,190

OFF COURSE: $37,500,000

TOTAL: $46,968,190

In Sachen Preisgeld hat er damit mehr verdient, als die Nummer 3 der Rangliste, Tiger Woods, aber der hat, trotz Verletzung und Verlust von Vorjahresplatzierung 1, immer noch sehr lukrative Werbeverträge, die ihm knapp 49 Mio$ Umsatz in 2015 eingebracht haben.

3) TIGER WOODS

PREVIOUS RANK: 1

ON COURSE: $551,098

OFF COURSE: $48,000,000

TOTAL: $48,551,098

Die besten Werbedeals hat aber, noch, Phil Mickelson. De kommt auf satte 50 Mio. $ Off-course Einnahmen und zerrte dabei in 2015 mehr von seinem Namen als von sportlichen Höchstleistungen.

2) PHIL MICKELSON

PREVIOUS RANK: 2

ON COURSE: $2,301,730

OFF COURSE: $50,000,000

TOTAL: $52,301,730

Mickelson konnte als Vorjahres Nummer 2 zwar die letztjährige Nummer 1 Tiger Woods überholen, schaffte es dennoch nicht ganz an die Spitze dieser Wertung.

Den Spitzenplatz nimmt, sportlich betrachtet ebenfalls, Jordan Spieth ein. Der erst 22 jährige US Amerikaner spielte die Saison seines Lebens, gewann dabei zwei Majortitel und drei PGA Titel und ist am Ende des Jahres, auch Dank der 10 MioUS$ Preisgeldbonus vom FedExCup Sieg der Krösus des Jahres 2015 mit sagenhaften 53 Mio. US$ Jahreseinkommen.

1) JORDAN SPIETH

PREVIOUS RANK: 16

ON COURSE: $23,030,465

OFF COURSE: $30,000,000

TOTAL: $53,030,465

Und als sei dies nicht genug, verkündete er gerade einen Multi-Millionen-Dollar Deal mit Coca Cola  der sicherlich nicht nur mit freien Softdrinks vergütet werden dürfte.

Aber nicht nur der Weltranglistenerste verdient gut. Zwar kennt niemand die Absprachen zwischen Spieth und seinem Caddie Michael Greller. Aber man braucht nicht lange, um hochzurechnen, was der 37-jährige ehemalige Mathematiklehrer als Caddie in 2015 verdient haben dürfte: Nämlich ca. 2,3 Millionen Dollar, womit er im übrigen mehr verdiente als die meisten Spieler auf der PGA-Tour im Jahr 2015 und genauso viel, wie die Nummer 2 im Ranking, Phil Mickelson.

Also, die Preisgelder sind bei den Topgolfern in der Tat kein wesentlicher Einnahmefaktor mehr. Deswegen spielen diese Ausnahmeathleten auch „nur noch“ um Siege. Die da gewonnen Preisgelder sind nicht so hoch, wie die steigende Popularität und damit der steigende Marktwert.

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