Erste Trainingsstunde 2015

Golf ist eine der Sportarten, von der man sagt „Viel hilft viel“. Sprich, viel Training hilft viel. Meinen guten Vorsätzen fürs neue Jahr direkt untreu werdend, hatte ich die letzten Wochen doch wieder  keinen Golfschläger in der Hand. Bis heute. Bis ich im GC Seediner See bei Peter Owens die erste Trainerstunde hatte.

Wie angekündigt, will ich dieses Jahr irgendwas mit 12 als Handicap spielen. Und spielen meint auch spielen. Aktuell bin ich (ich musste echt nachgucken), bei -16,7. Das ist quasi das gleiche Handicap wie Anfang 2014. 
Warum? 
Weil ich 2014 direkt 2 Schläge runtergestuft wurde und die dann am Anfang zu selten gespielt habe. Inzwischen spiele ich mein Handicap. Aber eben auch nicht viel besser. Was zum einen mit meiner Herangehensweise zu tun hat „Nicht Vollgas, sondern Fairways“ ist mein Motto. Sprich, ich bin einfach zu oft zu kurz. Das soll sich dieses Jahr ändern.
Mental, in dem ich aggressiver spielen will, sprich nicht immer „vorlegen“. No risk, no fun, Aber ich brauche definitiv auch mehr Länge und die kommt vor allem durch die Technik. Natürlich führen tausende Wege nach Rom, gerade im Golf. Aber ich brauche mehr Schlagweite und muss dafür meinen Weg finden. Mein Impact war deutlich zu gering.
Ich will mehr Par-Chancen bekommen und nicht immer dieses „bewusste“ Bogey-Golf spielen. Doch dafür bedarf es halt ein paar technischer Umstellungen bei mir und dem, was ich nicht zwingend Schwung nennen würde. Ich habe die unangenehme Angewohnheit, die Bälle zu löffeln. Sprich, die Hände sind im Impact nicht vor dem Ball. Und wie ich heute feststellen durfte, meine Handgelenke viel zu fest. 
Die erste Stunde bestand darin, dass PEte meinte, ich soll drei Dinge anders machen als bisher. 
1. Den Arm weiter drehen, weniger in der Höhe, sondern mehr nach hinten. Die Hand kommt so in eine Ebene mit der Ferse oder sogar leicht dahinter. Der Winkel ist größer als 90 Grad und es fühlt sich halt noch ungewohnt an.

Flacher und weiter aufgedreht 
2. Die Handgelenke locker lassen, damit der Schläger den Winkel zu den Händen durch den Schwung aufbaut und 
3. Schneller schlagen. Sprich mehr Tempo wenn der Schläger zum Ball kommt. 
Insgesamt natürlich dadurch auch mehr Impact. 
Die Hände kommen mit dem lockeren Handgelenk automatisch vor den Ball. Das fand ich faszinierend und war echt ein cooles Gefühl. Natürlich darf man den Schläger nicht zu locker halten. Um das ganze zu trainieren, gab es heute auch die Übung mit dem Impact Bag. Drauf hauen, das Bag fliegen lassen. Idealerweise fliegt es zwar nach rechts, denn der Schläger soll ja von Innen kommen, aber da kommt.

Faszinierend war, wie gut es mit dem Impact-Bag ging. Ich schlug voll und wuchtig zu. Der Schläger federte vom Bag zurück, ein Zeichen dafür, dass die Handgelenke locker waren (und mir Schmerzen ersparen halfen). Aber immer wenn der Ball ins Spiel kam, wurde es wieder langsamer. Ich zog nicht voll durch, fing wieder an zu löffeln und die Handgelenke zu versteifen. Der Kopf ist echt ein Faktor.

Das Ergebnis war daher am Anfang natürlich, dass ich kaum Bälle bzw. die nur getoppt oder mit der Spitze traf. Zum Ende hin wurde es deutlich besser. Ich wurde mutiger, gab mehr „Gas“, ließ die Handgelenke lockerer, wenn ich mich dann auch noch drehte funktionierten alles zusammen immer besser und es kamen zum Ende ein paar Bälle die ich so schlecht nicht fand.  

Eisen 6 – Die letzten drei Schläge von oben nach unten
Natürlich braucht das ganze Thema jetzt viel Training. Ich muss und werde natürlich noch einige Stunden und viele hundert Rangebälle dafür brauchen, dass das so klappt, wie Peter es sich vorstellt, aber ich hatte schon nach der 1. Stunde das Gefühl, dass es deutlich besser wurde und sich insgesamt auch besser, kraftvoller anfühlt. 
Der Impact war eindeutig besser. Sicht- und Fühlbar. 
Die Bälle flogen insgesamt auch locker 10 Meter weiter als noch beim Einschlagen. 
Fazit: 
Nach knapp 2 Stunden habe ich heute echt meinen Rücken gespürt. Es geht aber alles insgesamt in die absolut richtige Richtung. Die nächsten zwei Wochen, in denen Peter in Portugal ist, werde ich die Range häufiger aufsuchen. Um das zu trainieren und zu intensivieren. Und ich muss echt an meiner Schnellkraft und meiner Rotation arbeiten. Wie gesagt: Viel hilft viel.

Ein Gedanke zu „Erste Trainingsstunde 2015

  1. Ich finde es gut, dass du was machst um dich beim golfen zu verbessern! Habe bereits auch ein paar Trainigseinheiten hinter mir, die ungefähr genau so verlaufen sind wie deine.

    Mach weiter so und du wirst die ersten Erfolge sehen! 🙂

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