Lexikon – K

Kaymer
Martin, aktuell der beste deutsche Golfer.
Spätestens seit dem Gewinn der PGA Championships in Whistler Straits auch einer der bekanntesten deutschen Sportler.
Und der größte Hoffnungsträger des deutschen Golfsports.

Kakao
äußerst umgangssprachlicher und eher die vornehme Variante/Begrifflichkeit für eine schlechte Lage des Balls im tiefen Rough.

Kanonenstart
Alle Teilnehmer eines Turniers werden auf die einzelnen Spielbahnen verteilt. Sie schlagen alle zur gleichen Startzeit ab. Der Start wird mit einer Pistole oder Pressluft-Hupe signalisiert. Dadurch können Turniere zeitlich drastisch verkürzt werden.

Kerze
Wenn man einen Ball z.B. bei einer Roughlage oder durch zu hohes aufteen praktisch unterschlägt und nur mit der Oberkante der Schlagfläche trifft, wird dieser sehr hoch aber eben auch nicht sehr weit fliegen. So einen Schlag nennt man Kerze.

Kippen
Kippen sind ja gesundheitsgefährdend und beim Sport nicht gewollt. Aber beim Golfen durchaus üblich, weil möglich. Ein weiterer Grund, warum ich Golfen so gut finde. Man kann essen und trinken.
Aber hier ist der Schwungfehler gemeint, der so zeigt, dass sich während des Rückschwungs die linke Schulter (bei Rechtshändern) nicht mit dreht, sondern absackt.

Kitty Litter
ich kann schon Eure Gesichter sehen und eure Gedanken hören: Hoffentlich gibt es dafür ein (dann nicht jugendfreies) Bild zu sehen.
Weit gefehlt, es ist nur der Ausdruck für einen Bunker.

Kleiderordnung
Obwohl es sicher keine einheitliche, vorgeschriebene Kleiderordnung im Golfsport gibt, bitten die meisten Clubs die Spieler darum, gewisse Kleidungsstücke wie z.B. Bluejeans, Muskelshirts oder Trainingsanzüge nicht zu tragen. Bei Herren sollte es ein Oberteil sein das einen Kragen aufweist. Leider regelt die Kleiderordnung auch nicht die Beinbekleidung, was bei einigen (gerade den älteren Golfern) jedoch durchaus empfehlenswert wäre. Und auch bei Büchse, der leider gerne eine kurze Hose trägt. Das will man sich nicht vorstellen und erst recht nicht sehen

Knee Knocker
Englischer Ausdruck für weiche Knie, also das Gefühl, dass einem Amateurgolfer überkommt, wenn er einen wichtigen Putt vor sich hat oder über ein (u.a. Wasser-)Hindernis spielen muss.

Knickerbocker
Damit wird ein besonderer Hosenschnitt bezeichnet, der in den Anfängen des Golfsports bis ins 20. Jahrhundert hinein viel getragen wurde. Dabei endeten die Hosenbeine unterhalb der Knie und wurden dort zusammengebunden oder geknöpft. Dazu trug man knielange Strümpfe.

Knöchel
Der Griff spielt beim Golfen eine viel größere Rolle, als viele glauben. Nur der richtige Griff ermöglicht einen sauberen Schwung, beim dem schließlich im Treffmoment die Schlagfläche senkrecht zum Ziel steht. Um zu überprüfen, ob der Griff richtig ist, gilt der Satz, dass zwei Fingerknöchel der linken Hand (beim Linkshänder die rechte Hand) sichtbar sein müssen.

Kopf
Denn soll man ja bekanntlich nie verlieren. Erst Recht nicht beim Golf, denn Golf ist ein sehr mentale Sportart. Es heißt, dass achtzig Prozent des Spiels im Kopf stattfinden. Und wenn man denn also verliert…
Außerdem soll man den Kopf während des Schwungs still halten – was wiederum schwierig ist, weil der Kopf beim Schwung eigentlich hinderlich und im Wege ist.

Kompression
Die Maßzahl für jenen Druck, durch den der Ball im Test mit einem Standardgewicht deformiert wird, bezeichnet die Ballhärte. Ein Ball mit (C =Compression) 100 ist härter als ein solcher mit 80 oder 90.

Kufen
Jeder Schlittschuhläufer wird denken: Hurra, hier kenne ich mich aus!
Eher weit gefehlt, aber dennoch irgendwie dicht dran.
Mit Kufen bezeichnet man die Schienen an der Sohle eines Holzes. Sie dienen vor allem als Erleichterung für schwierige Balllagen.

Kurzes Spiel
Hierbei geht es nicht um die tatsächliche zeitliche Länge, sondern um einen, von Amateuren wie mir, oft unterschätzten, weil sehr wesentlichen, Bestandteil des Golfspiels. Das kurze Spiel ist für einen guten Score absolut notwendig und sollte nicht nur vom Anfänger besonders intensiv geübt werden. Meistens wird das kurze Spiel (also die kurze Annäherung an das Grün) sehr vernachlässigt. Viele üben, wenn sie denn üben, lieber die langen Schläge.
Aber was bringt es einem, wenn er für 500 Meter 3 Schläge benötigt, um dann für die letzten 20 Meter nochmals 4 oder 5 Schläge zu brauchen?
Ich bin genau an dieser Stelle von „Schaden macht klug!“ angekommen und versuche seit ein paar Trainingstagen deutlich mehr Wert auf das kurze Spiel zu legen.

Kratzen
Darf man seinen Gegner nicht. Ist aber auch nicht gemeint, sondern das man, trotz schlechter Schläge, doch noch ein gutes Ergebnis erspielt. Bei den Profis gibt es dafür sogar eine eigene Statistik. Das Scrambling Dabei wird die Quote errechnet, mit der ein Spieler, nachdem er das Grün verfehlt hat, aus dem Rough heraus noch PAR oder besser gespielt hat. Bunkerschläge zählen nicht dazu, da diese in der geführt werden.

Kürzer greifen
Den Schläger weiter unten am Griff fassen. Das macht man u.a. dann, wenn der Spieler unter dem Ball steht.