Man lernt ja nie aus


Und das trifft wohl auf alle Menschen in allen Lebenslagen zu. Und ganz sicherlich auch für den Golfsport. Wer kennt ihn nicht, den kürzesten Golfwitz „Ich kann´s“ ?
Und da die Technik sich immer weiterentwickelt, werden die Schläger, Bälle, ach eigentlich die gesamte Ausrüstung immer besser. Wobei besser nicht zwingend bedeutet, dass sie dem/der Golfer/-in wirklich hilft. 

Dabei würde so manche/-r Spieler/-in fast alles geben, das eigene Spiel zu verbessern. Die langen Putter hingegen helfen nachweislich den Spielern. Gerade auch denen mit Yips. Das man jetzt das Anchoring des Putters ab 2016 endgültig verbieten will, kann nachvollziehen. Gegner des langen Putters, wie Tiger Woods, argumentieren, „dass das Verankern am Körper kein Schwung mehr zu lässt und jeder Golfschlag sei ja auch ein Schwung.“ Er bezieht sich und seine Aussage zu dem Thema dabei auf die Regel 14-1 Ehrlich nach dem Ball schlagen
Nach dem Ball muss ehrlich mit dem Schlägerkopf geschlagen und es darf nicht gestoßen, gekratzt oder gelöffelt werden.

Obwohl als „Schlag“ nach den Erklärungen in den Golfregeln nur die Vorwärtsbewegung des Schlägers gilt, muss doch wenigstens ein gewisser (kurzer) Rückschwung mit dem Schläger ausgeführt werden, damit die Bewegung als Schlag angesehen wird.

Eine Bewegung ohne Schwung des Schlägers und/oder mit einem länger als üblich dauernden Ballkontakt ist kein Schlag.
Dazu gibt es jetzt folgende, offizielle Erklärung


Somit hat man das gesamte Thema endgültig geklärt und alle Verankerungsmethoden ab 2016 endgültig verboten.
Auch weil man nicht möchte, dass die Kinder schon mit den langen Puttern aufwachsen finde ich diese Regel gut. 
Der 14 jährige chinesische Amateur Guan Tianlang der auf der US Tour gerade für Furore sorgt, hat in seinem Leben noch nie einen „normalen“ Putter gespielt. 
Guan Tianlang, 14 Jahre
Meine Fragen dazu:
Wie seht ihr das? Welchen Putter nutzt ihr und falls ihr betroffen seid, wan stellt ihr um?

Aber ich habe noch eine Regelfrage

Am Wochenende war ich mit Freunden im Harz im Golfclub Schloss Meisdorf zu einem verlängerten Golfwochenende unterwegs. Einer der Freunde hatte auf einmal eine Brille aus seinem Bag geholt und meinte, damit würde man Bälle besser finden. Ich hielt das anfänglich für Unfug, bis ich die Brille selbst aufgesetzt und probiert habe.

Der Effekt war umwerfend. Die Brille blendet quasi alles Grüne aus und zeigt die weißen Bälle als würden sie leuchten. Und das selbst im tiefen Rough. Man fand quasi jeden Ball, wenn man ungefähr wusste wo er liegt.

OK, den letzten Ball von Alex hätte auch diese Brille nicht gefunden, so alt und schmutzig wie der war, aber das ist ein Thema für einen anderen Blogbeitrag. Meine Frage lautet nun, ist dieses Brille erlaubt, sprich, darf ich sie mit auf vorgabewirksamen Runden nehmen oder ist sie verboten?
Ich frage aus zwei Gründen, denn zum einen habe ich sie mir gerade für 16 € bei Amazon bestellt
Zum anderen ist da ja noch die Regel 14-3 „Künstliche Hilfsmittel,ungebräuchliche Ausrüstung und ungebräuchliche Verwendung von Ausrüstung“ regelt das eigentlich

a) die ihm beim Spielen eines Schlags oder bei seinem Spiel von Nutzen sein könnten

a) Beispiel: Dies können Konstruktionen aus Gurten mit Klettverschlüssen sein, die die Arme in die richtige Schwungebene zwingen und dabei den Spieler bei der Ausübung seines Schwungs unerlaubt unterstützen.  „
Meine Fragen lauten daher:
Fällt die Brille unter diese Regel oder ist sie, wie andere Sonnenbrillen zu behandeln? Oder trifft vielleicht eine andere Regel in Kraft?
Ich weiß nur eines: Die Verlustrate an Bällen sinkt mit dieser Brille definitiv. Und selbst wenn ich sie nur bei Probe- und Privatrunden einsetzen darf, amortisiert sie sich nach 5 gefundenen Bällen quasi von selbst.Und wer mich demnächst auf einem der Golfplätze trifft, kann das gerne mal testen. So er/sie mich anspricht.
Alle Golgfregeln findet ihr hier  
Und mehr „Nur Golf findet ihr auch auf

              und        

5 Gedanken zu „Man lernt ja nie aus

  1. Hinweis: Die Brille ist groß genug ausgeführt das sie auch ein Brillenträger über seine normale Brille setzen kann !

    Gruß Matthias

  2. Was das Anchoring betrifft, empfinde ich diese Entscheidung als lächerlich und falsch ! bloß weil Simpson,Bradley, Scott & Co
    jetzt damit Erfolg haben wird etwas verboten was schon seit Ende der 80 er (glaube ich) praktiziert
    wird.

    Was soll das ?

    nochmal Matthias

  3. Da steht " Nach dem Ball muss ehrlich mit dem Schlägerkopf geschlagen und es darf nicht gestoßen, gekratzt oder gelöffelt werden." Von schwingen lese ich nix! Ausserderm wollen Sie dann Typen wie Petterson auch bestrafen? Der steht dann doch auch immer unter Zwang aufzupassen das sein Bäuchlein nicht gegen das obere Ende des Putters kommt !

  4. Also ich war ja auch skeptisch was die Brille angeht, ich dachte das ist ein modischer Hipie Gag und der angesprochene Freund wolle nur coll rüber kommen. OK das hat auch funktioniert 😉 Aber als ich sie dann aufsetzte und der Platz dann Blau war und die Bälle quasie überall zu finden waren muss ich sagen das das Teil der Hammer ist. Ich bestell mir die auch und dann verate ich keinem was das ist und finde plötzlich alle Bälle 🙂

    Was die regeln angeht weis ich es nicht. Aber eine Sache ist mal klar Zuschauer dürfen den Ball auch finden und die sind für mich auch irgendwie Hilfsmittel. Ich denke das die Brille OK geht wissen tue ich es aber nicht.

    Was die Putter angeht? Ich finde die nun gefundenen Lösung nicht gut. OK nur die Putter die am Körper fixiert sind sind verboten, also Belley und Co. Ein Adam Scot und Bernhard Langer fixieren den Putter nicht am Körper, dürfen also meiner Meinung nach weiterhin Broomstick spielen. Dennoch finde ich technische Innovation sehr hilfreich und insofern ist dies ein Rückschritt. Dann können sie auch gleich die Graphitschäfte verbieten, die helfen den Spielern ja auch!

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