Once in a lifetime? Hole in One


Wer jemals einen Golfschläger in der Hand gehalten hat, weiß, wie schwer es ist, den Ball zu treffen. Und selbst eine Laie kann erahnen, wie schwer es sein muss, denn Ball in ein 10,3 cm großes Loch zu bringen, wenn der Ball weiter als 50 cm weg liegt. Und jeder erahnt, wie schwer er ist, dieser eine, ganz, ganz seltene Augenblick eines Golfers, bei dem alles stimmen muss. Schlag, Richtung und auch immer eine Portion Glück, für diesen einen Treffer nachdem Tee-Shoot, der seinen Weg ins Loch direkt findet, das Hole-in-One .

 

Videos der Top 10 Hole in One

Das so genannte Hole-in-One oder auch Ass genannt, ist dabei ein sehr seltener Glücksschlag, der sogar Profis niemals in ihrem Leben gelingt. Allerdings sagt die Mathematik etwas anderes beim Amateur als beim Profi voraus.  Beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen Profigolfer noch 1:2500 (laut der amerikanischen Hole-in-One Versicherungliegt sie beim Amateur bereits bei 1:12.500.
Laut Wikipedia hat der DGV 2007 in Wettspielen die dem DGV auch gemeldet wurden,  insgesamt 473 Hole-In-Ones vermeldet. Bei ca. 4,8 Millionen gespielten Par-3-Löchern macht das fast schon eine Quote von 1:10.150.
Wenn man sich die Quote der Pros noch einmal näher anschaut, beträgt die Wahrscheinlichkeit eines Hole-In-Ones in einem PGA Turnier mit 4 Runden und 150 Teilnehmer bei vier Par 3 pro Runde damit fast schon 1:1.
Beispierechnung:
4 Par * 150 Spieler * 4 Runden = 2.400 Schläge zu einer 1: 2.500igen Wahrscheinlichkeit
Statistisch betrachtet…  
Doch uns Amateure ereilt dieser Zufallsschlag vielleicht/wahrscheinlich nie in unserem Golferleben. Schlägt der Golf-Gott aber dann doch zu, kann es teuer werden, denn laut Etikette zahlt der Spieler allen Gästen und Spielern die im Clubhaus/auf dem Gelände sind ein Freigetränk. Dagegen (und gegen viele andere Golf-„Unfälle“) kann man sich auch als Amateur bei verschiedenen Versicherungen absichern. U.a. bei der Golf-Insurance 
In Schottland ist es hingegen Sitte, die nächste Runde in derselben Besetzung in einem Schottenrock zu spielen. Auch schön…
In den Golfclubhäusern hängen Listen mit allen jemals auf dem Golfplatz gespielten Assen, ebenso werden in einigen Magazinen die gespielten und offiziell bestätigten Asse aufgelistet. Und manchmal, gerne bei Einladungsturnieren, wird das Hole-In-One auch mal mit einem tollen Sachpreis belohnt. Ich habe schon Turniere spielen dürfen, da hätte es ein Auto (Mercedes) für ein Hole-In-One gegeben. Diese Gewinne lassen die Veranstalter auch versichern. Die Mathematik macht das relativ attraktiv. Ich habe, während bzw bei Turnieren und vorgabewirksamen Runden die ich mitgespielt habe (vielleicht insgesamt 30) schon zwei Asse miterlebt. Bzw. wurden zeitgleich zwei Asse geschlagen. Einmal auf einem 115 Meter OPPar 3 von einer Dame. Mit dem Holz 3…
 Mit zunehmender Länge der Bahn sinkt natürlich die Wahrscheinlichkeit eines Hole-In-Ones. Klar, wer keine 190 Meter schlagen kann, fällt schon mal auf einigen Par 3 als Kandidat aus und erhöht somit die Wahrscheinlichkeit…  

2001 kam es zum ersten Hole-in-one an einem Par 4 in der Geschichte der US PGA Tour (Andrew Magee, 25. Januar 2001 in Scottsdale beim Waste Management). Kurioserweise wurde dabei der Abschlag vom Putter Tom Byrums ins Loch gelenkt, als der im Flight vor Magee spielend, noch auf dem Grün stand. Und was sagt die Regel? 
Na? 
Richtig. 
Der Schlag zählt natürlich.  

Hole-in-One von Rahil Gangjee auf dem der 15 einem  318 yard langen Par4, beiden 2011 Mylan Classic

Der Altersrekord für ein Ass liegt seit 2007 bei der damals 102-jährigen Elsie McLean, die  am 8. April 07, in Chico (Kalifornien) bei einem Par 3 über 91 Meter einlochte. Der jüngster Spieler ist wohl aktuell  noch Coby Orr, der im zarten Alter von  5 Jahre aus 100,6 m im Riverside Club in Texas einlochte.
Zweimal auf derselben Spielbahn lochte der damals 60 jährige Australier Graham Marsh auf der Veranstaltung (und sogar derselben Spielbahn) zum Hole-in-One  bei den Senior British Open 2004 ein.
Das wohl spektakulärste Hole-In-One schaffte 2002 Mike Crean im Green Valley Ranch Club in Denver. Auf einem 466 m langem Par 5! lochte er den Ball vom Abschlag mit einem ungewöhnlich weiten Drive zu einem Double Albatross.  Eine -4 an einer Bahn. Kann man mal machen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist? Keine Ahnung. Irgendwo bei drei Lottogewinnen in einem Spielerleben, oder so…
Ich für meinen Teil hoffe einerseits auf ein Hole-In-One wenn Leute dabei sind, andererseits passiert mir das, wenn überhaupt, bestimmt auf einer Runde ganz alleine. So wie diesem Rabbiner…
Der Oberrabbiner ist auf Dienstreise. An einem Morgen wacht er sehr früh auf. Es ist Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag, an dem außer Beten und Fasten alles verboten ist. Er tritt auf den Balkon seines Hotels und blickt direkt auf den Golfplatz. Er denkt sich: 
„So früh am Morgen wird mich keiner entdecken!“ 
Er holt also seine Golfausrüstung und geht zum Abschlag des ersten Lochs.
Oben im Himmel sagt Petrus zu Gott: 

„Siehst Du, was der Oberrabbiner am Jom-Kippur macht? Willst Du ihn dafür nicht bestrafen?“ 
Gott nickt.
Der Oberrabbiner schlägt ab und trifft das Loch mit dem ersten Schlag: ein „Hole-in-one“.
Petrus: 

„Das verstehe ich nicht. Du wolltest ihn doch bestrafen?!“
Gott: 

„Das habe ich doch! Wem kann er das jetzt erzählen?“
So, wenn überhaupt, wird es mir wohl ergehen und ich weiß nicht mal, ob ich das gut oder schlecht finden würde…
Nur Golf bei:

3 Gedanken zu „Once in a lifetime? Hole in One

  1. Nein, dass wurde bei Einladungsturnieren gelockert.
    Und unter uns.
    Sollte ich so eine Karre gewinnen, ließe ich mich gerne zwei Jahre lang als Pro deklarieren. Locker 🙂

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