Trainingsbälle

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, bzw. wie es bei Euch auf der Anlage ist, aber unsere Driving Range ist im großen und ganzen eigentlich ziemlich ok. 
Driving Range Berliner Golfclub Gatow e.V.
Bekanntlich gibt es das Wort „eigentlich“ eigentlich nicht und „ziemlich ok“, ist in aller Regel auch eher die vornehmere Umschreibung von Sch**e.
Aber sooo schlimm ist es bei uns auf der Driving Range nicht. 
Eigentlich…
Aktuell wird zwar der gesamte Kurzspielbereich redesignt (ich liebe fachchinesisch) und damit fällt wohl bis Juni 2012 das Training des kurzen Spiels aus (ich liebe auch gute Ausreden), aber Training und vor allem das kurze Spiel wird ja ohnehin überbewertet…
Dafür haben wir auf unserer DR ausreichend Abschlaghütten die einen gegen die Unwegbarkeiten des Wetters schützen, wobei die Ost-Ausrichtung der DR nicht immer hilfreich bei Wind ist. Aber wir haben auf der Driving Range aber auch ausreichend Platz für einen anständigen Slice, ohne das der Menschen gefährden würde. 
Bei uns gibt es nur zwei Dinge die ich nicht sooo toll finde:
  1. Müssen wir fast immer von Matten abschlagen und 
  2. Die Range Bälle 
Die sind, wie auf fast allen DR qualitativ eher naja, wobei naja hier eindeutig der Platzhalter für Sch**e ist.
OK, es gibt dann wohl Leute, die sehen Punkt 2 anders…
 
Aber prinzipiell ist der Einsatz von  Rangé Balls als Trainingsball ja schon sehr fragwürdig. 
Die Dinger sind oft eher Steine, schmutzig und/oder kaputtgeprügelt.
Ich gebe hunderte von Euros aus, um an meiner Technik zu feilen, und trainiere dann diese Technik mit Rangé Balls.
Damit soll ich mein Spiel verbessern und lernen meine Schläge (in Richtung und Reichweite) zu kontrollieren und ein Gefühl zu bekommen?
Merkt ihr den Fehler?
Ok, es gibt Menschen die sagen, wenn ich das mit den Rangé Balls kann, kann ich das mit einem richtigen Golfball erst Recht…
Aber diese Golfer sind dann ja wohl eher in der Minderheit bzw. gehöre ich nicht zu Ihnen.
Doch was kann man dagegen tun, wie kann ich dieses Problem umgehen?
Hier die Lösungsansätze, die ich sehe:
Variante 1 
wäre der Eintritt in einen elitären Golfclub, wo die eigenen Rangebälle von Hand aussortiert und zum nächsten Training bereitgestellt werden. Doch zwei Probleme sind hier zu lösen: 
     1. Wer hat die notwendigen finanziellen Mittel für mich und 
     2. wo finde ich in Deutschland so einen Club mit so einem Service?
Variante 2 
wäre ebenfalls eher aufwendig: Man kauft sich für jedes neue Training die entsprechende Anzahl Bälle und haut die dann auf der Driving Range raus. 
Kurz mal nachgerechnet:30 Trainingssessions a 200 Bälle mit einem Ballpreis von 1,10 Euro (entweder Lakeballs der Klasse AAA oder den Tour Ball von Flake Golf für 1,19 Euro) macht  ca. 6.600 Euro p.a.  
Wahrscheinlich Immer noch günstiger, als Variante 1 mit dem elitären Club. Aber mindestens ökonomisch sehr fragwürdig.
Oder gibt es eine dritte Variante?
Vielleicht sogar eine, bei der man dann auch nicht von Matten abschlagen muss, eine wo der Ball nicht immer ideal liegt?
Ich kam, genau wie auf das Rangé Balls -Video, durch einen Tipp meines Coachs Joel Goodson darauf, als der beim letzten Training zu mir sagte, ich solle mir mal eine eigene Wiese suchen, auf der ich meine eigenen Bälle schlagen kann.
??? – War auch genau meine erste Reaktion
Auf den ersten Blick klang das (Sorry Billy) echt naja…, aber dann, beim zweiten Nachdenken dann doch auch wieder sehr schlüssig.
Was muss ich also tun?
OK, ich würde immer noch ca 200 Bälle (siehe Variante 1) benötigen. 
Die allerdings als vorerst einmalige Investition (nicht wie in Variante 2 bei jedem Training), weil man die Bälle auf der eigenen Wiese dann ja auch hinterher einsammelt. 
Selber. Von Hand.Wenn man sie denn findet… 
Selbst das Einsammeln hätte mehrere Vorteile. 
Es wäre 
  • die kostengünstigste Variante, 
  • die sportlich sinnvollste, weil man ja das echte Spiel simuliert hätte und 
  • würde es das Auge schulen, weil man sich merken muss, wohin man die Murmeln gehauen hat,
  • den erzieherischen Charakter,weil man dann ja versuchen wird, jeden Ball wirklich effektiv und dazu möglichst an die gleiche Stelle wie die anderen Bälle zu schlagen, da so das Einsammeln und auch die Suche nach Bällen deutlich vereinfacht würde. Zumindest theoretisch..
So bin ich jetzt beim Spazieren- und vor allem Gassigehen immer am gucken, wo so eine Wiese sein könnte. Eine Wiese, die mindestens 200 Meter lang ist (jaahaa, 200 Meter…) und die auch noch weitestgehend frei von Menschen und unbebaut ist.
Die Wiese am Holländischen Viertel, Potsdam – Funktioniert nicht. Zu viele Menschen
Wenn ihr entweder einen Wiesen-Tipp im Großraum Potsdam für mich oder eine besser eine bessere Idee habt, wäre ich euch sehr dankbar.
Bis dahin haue ich weiter die Rangé Balls in Gatow wild durch die Gegend und denke mir dabei jedes Mal, dass der Ball locker 20 Meter weitergeflogen wäre, wenn es mein Spielball gewesen wäre. Und dass der natürlich geradeaus geflogen wäre.
Mindestens 
Man muss ja positiv denken…
Apropos Positiv.
Ich denke, euch gefällt (manchmal) was ich hier zu schrieben habe. Wenn dem so ist, könnt ihr mir gerne auch bei FACEBOOK oder Twitter folgen.
Bei FACEBOOK gibt es immer wieder auch mal ein paar Inhalte die hier nicht auftauchen wie den Golfwitz der Woche und andere kleinere Dinge, die mir zum Thema auf- und gefallen. 
Es würde mich freuen, Euch auch dort zu sehen und mit euch auch dort zu diskutieren.
Ansonsten sehen wir uns bestimmt mal auf dem Platz!

5 Gedanken zu „Trainingsbälle

  1. das mit der eigenen Wiese finde ich ne gute idee, gibt man doch locker 100-500 EUR im jahr für Rangetoken aus… Werd mich auch mal umsehen hier
    Achja: Rangebälle haben weniger spin. Also wenn es dein Spielball gewesen wäre, wäre er noch mehr um die Ecke 😉

  2. Persönlich trainiere ich fast immer nur auf dem Übungsgrün. Dazu habe ich 40 meiner Spielbälle und 2 Ballröhren. Den Schwung lern ich auch hier (meiner Meinung nach sogar besser als auf der Range) und für die wenigen Schläge auf der Range reichen die Gummikugeln. Aber wenn ich eine Wiese seh, denke ich bestimmt an den Artikel hier 🙂

  3. Matthias

    Variante 3
    Du könntest natürlich euer Haustier dementsprechend schulen das deine Bälle apportiert werden .

    Dann bräuchtest du die Wiese nicht !
    Außerdem solltest in den Kosten die Anschaffung eines Rasentraktors mit einkalkulieren !

  4. rasentraktor?
    Du unterschätzt die Nazahl Bälle die man dann schlagen würde.
    Wieso Bälle aufheben?
    Einfach wieder zurück schlagen.
    So, dass dientest gar nicht lag wachsen kann,
    Oder alternativ Rasenmäher und einen Schüler, der die Wiese mäht…
    🙂

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