Viel hilft wirklich viel


Nachdem ich letzte Woche in dem Blogpost „Viel hilft viel“  über den Faktor Training geschrieben hatte, kann ich diese Woche eigentlich unter dem gleichen Titel etwas zum Thema viel Spielen schreiben, denn ich habe in den letzten 8 Tagen jeden Tag gegolft.

Begonnen hat diese für mich fast  unglaubliche Serie, mit  dem alljährlichen Auenlandcup im SchlossMeisdorf. Okay, den Begriff Auenland Cup gibt es dafür erst seit diesem Jahr, aber wir waren bereits zum dritten Mal dort, um mit 8 Spielern an vier Tagen „all-you-can-golf“ zu leben. 
Los ging es mit der Anreise aus allen Himmelsrichtungen (Zürich, Köln, Potsdam, Lüneburg und Sachsen Anhalt) am Donnerstag und einer Einspielrunde. Nicht, dass wir den Platz nach all den Jahren nicht kennen würden, aber es war ein „wie sieht er dieses Jahr aus“ Ding und ich muss gestehen, dass der Platz tatsächlich in einer besseren Verfassung war als letztes Jahr. Ich aber auch. Etwas. Dank des Wintertrainings. Und neue Schlaglängen (3 Meter mehr mit dem Holz 3 sind 3%…) bedeuten auch immer neue Taktiken. Gerade auf einem Platz wie dem im Schloss Meisdorf. Ein netter Platz, wenig Mitglieder und Greenfessapieler die man dort sieht, was hilft, wenn man zwei runden pro Tag spielt (und mit dem Cart unterwegs ist). 
Freitag und Samstag haben wir 8 dann in zwei 4er Teams den Auenlandcup in vier Runden Vierer ausgespielt. Begonnen haben wir mit dem Bestball-Vierer (Fourballs), Nachmittags dann den klassischen Vierer (Foursome). Am Samstag wurde morgens gescrambelt (jeweils als zweier Teams im Matchplay gegeneinander, sehr coole Spielform) und am Nachmittag stand dann der klassische Vierer mit Auswahldrive an, den wir allerdings wegen eines heftigen Gewitters nur als 9 Loch gespielt haben. 
Nach dem Regen gingen einige von uns nochmals für 9 Löcher raus, ich habe lieber eine Stunde Bälle auf der Range geschlagen. Und danach noch ein Stündchen das Putting verbessert. 
Sonntag gab es dann zum Abschluss 4 Einzel, die wir auch nur als 9 Loch gespielt haben. Ich muss sagen, dass der Scramble die Spielform und der Vierer war, der am meisten Spaß gemacht hat, denn wir hatten die beiden Teams in dem Falle nach Handicaps aufgestellt. Und wann komme ich schon mal in den Genuss zum Eagle zu putten? 
Ach ja, gewonnen habe ich an dem Wochenende auch etwas, den berühmten Auenlandcup…
Der „legendäre“Auenland Cup
Montag wollte ich eigentlich nicht spielen, aber als dann die Zeit fürs Mannschaftstraining anstand, bin ich natürlich doch noch raus. 90 Minuten Training. Davon 60 Min. Pitchen auf dem Platz aus verschiedenen Längen mit Punktewertung. Sprich Pitches aus 100 m, 80m, 60m und 40 m. Und je dichter man an die Fahne kam, desto mehr Punkte gab es. Coole Trainingsform übrigens. Einziger Haken, lässt sich auf dem Platz nur mit der Mannschaft trainieren. Allerdings war die 7% Regel angesagt, sprich jeder Pitch musste innerhalb von 7% der Entfernung an der Fahne liegen. Und es gab immer nur einen Ball pro Entfernung und Loch. Dieses Training hat mir dann am Dienstag geholfen, als es im gemischten Klassischen-Vierer mit Auswahldrive in die erste Runde Matchplay ging. 
Die Gegner bekamen 19 Schläge vor. Doch da ich mit Eve Mayr, Handicap +0,5 spiele und Eve (gerade von Rot in Gatow) extrem lang ist, war der Drops relativ schnell gelutscht. Obwohl ich eher „verhalten“ gegolft hatte. Als wir mit 5 auf, auf die 14 kamen und sie den Chip von außerhalb zum Birdie eingelocht hat, waren wir mit 6 und 4 durch. 
Mein Körper zeigte da aber schon erste „Ermüdungserscheinungen“ und so hoffte ich, dass mein Erstrunden-Matchplay im Einzel wegen starken Regens ausfallen würde. 
Doch da mein Gegner und ich nur noch bis Sonntag Zeit für unsere  erste Matchplayrunde hatten, die wir beide aber nicht wirklich hatten, spielten wir halt. Im strömenden Regen, immer mit der Hoffnung, es könne nochmal aufhören, was es aber nicht tat. 
Der Platz war zwar mehr oder weniger exklusiv unser, weil wirklich niemand bei dem Hundewetter draußen war, aber das hilft alles nichts. Zumal nach 6 Löchern alles nass war. Die Griffe, die Handschuhe, das Bag, einfach alles.

Ich hatte für mich zwei Optionen ausgemacht: 
Abschenken oder durchziehen. 
Als alter Fußballer zieht man auch bei Regen durch. 
Mein Kontrahent Jens, ein guter Freund aus der Mannschaft, musste mir 7 Schläge vorgeben. (Es lebe die Vorgabe…) 
Und als ich nach fünf Löchern vier auf lag, kam das erste Mal das Gefühl auf, dass ich das Spiel widererwarten gewinnen könnte. Obwohl er ein echter Beißer und Matchplayer ist. Aber ich traf gute Entscheidungen, schlug anständige Bälle und wollte nicht zu viel. Der Rhythmus stimmte bei mir. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich an der 8 (laut Vorgabe unsere schwerste Bahn) nach meinem Abschlag nur vorlegen wollte. Ich lag 160 Meter, rechts und bergauf. Eigentlich, nicht nur bei trockenem Wetter, eine Lage zur Attacke. Doch ich entschied mich, auch weil Jens links im Rough lag, für ein 8ter Eisen und Vorlegen. Und schlug ein Socket. Der zwiete Ball lag danach so, dass ich den Dritten nur vorlegen konnte und am Ende das Loch mit einer 7 verloren habe. Nach 11 Löchern lag ich nur noch 1 auf, weil er aus der Hecke raus auif der 11 doch noch das Par spielte, ich aber nur ein Bogey (ich hatte wegen seiner schlechten Lage wieder nur vorgelegt) schrieb. 
Späetstens da waren wir beide inkl. des gesamten Equipments, komplett nass. Nach 13 Löchern lagen wir AS, die 14 gewann er, weil er einen großartigen Eisenschlag an die Fahne spielte. Ich lag also erstmals hinten. 
Da kam bei mir der Gedanke: 
„Egal, dass du überhaupt so weit gekommen bist in mir hoch. „
Doch den konnte ich zum Glück wieder abstellen, ich gewann die 15 (ein Par 5 mit einem Par nachdem sein Drive rechts im Wald lag und er nur rausspielen konnte und einen Strich spielte). Die 16, ein Par 3, gewann ich auch und lag wieder 1 auf. Die 17te Bahn ist auf den zweiten 9 die zweitschwerste, ich lag mit dem Dritten kurz vor dem Grün und habe den kurzen Chip (30 Meter zur Fahne oder so) total unterschlagen.  Den zweiten Chip dafür dann aber 1,5 Meter an die Fahne gelegt. 
So lag ich, nachdem  sein Parput an der Lochkante liegen blieb, zum Sieg bzw. zwei zum Teilen. 
Was soll ich sagen? 
Ich habe an dem Tag für meine Verhältnisse richtig gut geputtet (Danke an dieser Stelle an Tim, für die Puttingstunde in Semlin, die hat mich echt weitergebracht) und folgerichtig auch den Putt gemacht. Mit einem Bogey an der 17 und damit 2&1 das Spiel gewonnen. 
Die Jungsenioren des Berliner Golf Club Gatow e.V.
Am nächsten Tag, Himmelfahrt, stand dann mein achter Tag in Folge mit Golf an. Es war die Herrentagsrunde mit der Mannschaft und Bing-Bang-Bong angesagt. 18 Loch, nicht ganz so ernst, dazu zwischendurch ein paar Bierchen, jede Menge Spaß, aber halt 18 Loch. Ich muss gestehen, ich war danach echt durch
Freitag war dann der erste Tag ohne Golfschläger. Obwohl… Die Sonne lachte und Golf-Lounge in Gatow war…  
Mein Dank geht an Alex, Thomas, Sylvain, Matthias, Michael, Hendrik, Ralph für vier tolle Tage. An Eve Mayr für tolle 14 Bahnen und an Jens, für den harten, immer sportlich fairen Fight.
Nur Golf findet man natürlich auf

              und         

und jeden Montag ab 19 Uhr im Programm von 

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