Weiterentwicklung des Wettkampfsystems

Ich hatte an dieser Stelle ja schon zweimal Stellung zurÄnderung des Wettspielsystems durch den DGV bezogen und dabei u.a. moniert, dass das neue System den „Kleinen“ Clubs sicherlich nicht helfen wird. Und das man den sportlich attraktiveren Matchplay Modus zu Gunsten des Zählspiels opfert, obwohl das meiner Meinung nach nicht zwingend notwendig gewesen wäre.
Jetzt kann man sich die Wettkampfsystembroschüre2013 des DGV downloaden oder im Internet ansehen und sehen, was genau sich für wen ändert.
Auszug aus der Broschüre
Der Spitzensport ist kulturhistorisch in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland fest verankert. Er symbolisiert insbesondere die Werte Leistung, Konkurrenz und Chancengleichheit. Auch im Golf sind Höchstleistung und das Streben nach sportlichem Erfolg die herausragenden und Image prägenden Merkmale. Das Hervorbringen von Spitzensportlern/- innen im Golf ist ein Beitrag zur Pflege des Leistungsgedankens in unserer Gesellschaft. Der leistungssportliche Erfolg und das Erreichen individueller leistungssportlicher Ziele beruhen auf dem Zusammenspiel von Wettkampf, Training und Förderung… 

Seit geraumer Zeit machen sich die Gremien des DGV entsprechend ihrem Auftrag Gedanken darüber, ob und auf welche Weise das Wettkampfsystem, gemessen an internationalen Standards, weiter entwickelt werden muss. Bei Mannschafts-wettbewerben ist der pyramidale Aufbau mit Aufstiegs- und Abstiegsmöglichkeiten über mehrere Spieltage hinweg, was charakteristisch für leistungsfördernde Wettkampfsysteme ist.  Zudem werden in einer Einzelsportart mit Mannschaftsligensystem im Wettbewerbsprofil sowohl Mannschafts- als auch Einzelleistungen erfassbar gemacht und in Tabellen und Ranglisten dargestellt. In anderen Sportarten finden wir seit Jahrzehnten entsprechende Strukturen vor….Ziel ist eine Stärkung der nationalen Wettspielkultur im Sinne von erhöhter Attraktivität und besserer Qualität der Wettbewerbe, stringenter Kontinuität im Aufbau, tieferer Präsenz in der nationalen Sportwelt und klarerer Transparenz für die golfspielende und interessierte Öffentlichkeit sowie für Sponsoren.

Damit entstehen nach DGV-Aussagen „..die Spielergenerationen, mit denen sich dann zielkonforme internationale Erfolge generieren lassen, wie die erfolgreiche Teilnahme an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, die Teilnahme deutscher Spieler/innen beim Solheim Cup, Ryder Cup und auf den Major-Touren.
Ted Long Head Coach Golfclub Mannheim – Viernheim äußerte sich bei FB zu dem Thema wie folgt (Zitat FB):
Derjenige der diesen Paragraph geschrieben hat, hat mehr Ahnung von Handball als Golf. Diese Bowlingliga ist nichts mehr als ein Marketinggag um Geld von Sponsoren zu erwirtschaften. Ich habe bis jetzt keinen einzigen Spieler getroffen der dafür ist! …Es fehlt nur Stableford!! Hut ab:)“
Der neue Spielmodus
In allen Ligen spielen jeweils 5 Mannschaften mit 8 (bei den Damen 6) Spieler(-innen) auf den jeweiligen Plätzen der 5 beteiligten Mannschaften. Daraus ergeben sich vier Auswärtsspiele und ein Heimspiel. In der 1. und 2. Bundesliga werden zunächst 4 (Damen 3) klassische Vierer und anschließend 8 (Damen 6) Einzel als Zählspiel über jeweils 18 Löcher an einem Tag gespielt. Ab den Regionalligen werden 8 (Damen 6) Einzel Zählspiel über 18 Löcher an einem Tag gespielt. Der Spieltag ist dabei jeweils ein Sonntag.
Mannschaftswertung (Damen)
In der 1. und 2. Bundesliga werden von den 9 Ergebnissen aus 3 Vierern und 6 Einzeln die besten 7 Ergebnisse gewertet (2 Streichergebnisse). In den Regional- und Oberligen werden die besten 5 Einzelergebnisse aus 6 Ergebnissen der jeweiligen Mannschaft gewertet (1 Streichergebnis).
Punktevergabe
Die Siegermannschaft eines Spieltages erhält 5 Punkte, die zweitplatzierte 4 Punkte, die drittplatzierte 3 Punkte, die viertplatzierte 2 Punkte und die fünftplatzierte 1 Punkt. Die Gesamtpunktzahl nach dem letzten Spieltag entscheidet über die Platzierung in der Ligaabschlusstabelle. In der 1. Bundesliga wird nach Abschluss der 5 Ligaspiele in einem Finale der Deutsche Mannschaftsmeister ermittelt. Bis zur Regionalliga steigt am Ende der Saison pro Gruppe eine Mannschaft auf und zwei Mannschaften ab. Ab der Oberliga steigt eine Mannschaft pro Ligagruppe auf und eine Mannschaft in eine Regionengruppenliga der Landesgolfverbände ab.
Ligaeinteilung Damen

Ted Long dazu ebenfalls auf FB (01.03.2012): 
Es liegt im Bereich des Möglichen beziehungsweise ist sehr wahrscheinlich, dass ein Team die Liga gewinnt, welches nicht am wenigsten Schläge gebraucht hat! Derjenige der das entworfen hat, soll sich bei der PGA Tour melden, scheinbar machen sie es ganz falsch!!“
Ich sehe das etwas anders. 
Wenn schon fünf Spieltage, dann in der Tat mit einem Punktesystem für die besten Teams pro Spieltag. Wie will man sonst die unterschiedlichen Wetter und Platzbedingungen bewerten? Noch mehr CSA, CR etc ? 
Sonst müsste man sich u.a. im Fußball generell mal überlegen, ob einzelne Spieler (nach ihren Gehältern?) ebenfalls eine Vorgabe kriegen, die dann in die Ergebnisse mit einberechnet wird. 
Am Ende ist das Punktesystem der sportlich fairste Weg, da an fünf Spieltagen auf fünf verschiedenen Plätzen mit fünf verschiedene Bedingungen jedes Mal Bedingungen herrschen, die man nicht vergleichen kann. 
Und da jeweils immer alle fünf Teams vor Ort sind und spielen , ist das der einzig gangbare Weg ohne demnächst ein Mathestudium zu benötigen, zumindest, wenn man die Mannschaftswertungen verfolgen will.
So wird in jedem Ligabetrieb gewertet. Und das aus guten Gründen. So kann man auch eher Sponsoren anlocken, die das Punktesystem auch verstehen.
Wenn der Golfsport wieder irgend ein Extrading abzieht und irgendwas macht, was keiner (außerhalb des Sportes) versteht, hätte man genau das Gegenteil von dem erreicht, was man wohl hoffentlich erreichen will. Man würde wieder den Stempel „Elitärer Sport“ fördern. Und das kann es beim allerbesten Willen nicht sein.
Mit dem Punktesystem wir am Ende nicht der Klub Meister der die meisten Tore geschossen hat, sondern der, der die meisten Punkte geholt hat.
Und das verstehe dann sogar ich.
Auch wenn ich die Aufgabe des Matchplay Modus nicht verstanden habe.
 
Alle Infos und die aktuelle Wettkampfbroschüre des DGV gibtes hier als PDF zum Download.
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