Wenn einer eine Reise tut

Wenn meine Frau fragt, „Wann fahren wir hier wieder her?“ dann ist das ein gutes Zeichen. Wenn sie mich das am ersten Tag eines Golf-Kurztrips gleich dreimal fragt, muss ganz was Besonderes  vorgefallen sein. Wenn Sie mir dann auch noch ständig erzählt „So eine Lampe suche ich schon lange“ „So einen Hocker will ich auch“, „Das Zimmer ist sehr schön“ „Das ist genau mein Geschmack“ spricht vieles das dafür, dass jemand eindeutig ihren Geschmack getroffen hat.

Und das sie (also meine Frau) einen sehr guten Geschmack hat, sieht man nicht nur an mir. Wenn sie dann auch noch bei der gemeinsamen Golfrunde Spaß hat, ist das fast schon ein Ritterschlag. Etwas, was man (also ich) kaum zu hoffen wagt). 
Natürlich ist gutes Wetter, wie wir es bei unserem Besuch im Spa & und Golfresort Weimarer Land hatten, immer hilfreich und sorgt schon mal vor ab für gute Laune. Aber wenn auch das entsprechende Platzdesign und das ganze Ambiente dann noch stimmen, steht tollen Tagen nichts mehr im Wege. 
Um jetzt auch noch dem 4 Sterne Resort, seinen zwei sehr schönen Golfplätzen und dem Team um Clubmanager Thomas Mönch auch nur ansatzweise gerecht zu werden, werde ich den zweitägigen Besuch im Resort dann auch in zwei Teilen beschreiben müssen. Zu viele Worte, zu viele Eindrücke, um das in einen Post zu packen.  
Betonen möchte ich, dass das gesamte Resort es schafft, allen sportlichen und auch sonstigen Ansprüchen gerecht zu werden. Im Service, beim Ambiente, kulinarisch und auch sportlich. Das alleine ist ja schon wichtig.
Singlehandicaper können genauso viel Spaß und Herausforderungen haben, wie Anfänger (man darf hier schon mit PE-Nachweis beide Plätze spielen). Auch das macht das Resort, neben allen optischen Reizen und Vorzügen, zu einer sehr gelungenen Attraktion und zu einem Reiseziel erster Güte. 
Der Spaß und das Spiel stehen hier immer im Fokus, der Service und das ganze Team sorgen dafür, dass man sich immer wohlfühlt und auch nie das Gefühlentshet,es könnte etwas fehlen. Was es, in unserem Falle, auch nicht tat. Selbst für die Kinder gibt es Spielparadis und Ganztagsbetreuung.

Und die Anfahrt in die größte Golfanlage Mitteldeutschlands alleine ist schon ein Traum, wenn man die A4 verlassen hat. Bei Sonnenschein ging es durch blühende Rapsfelder und wenn man von der Hauptstraße in den Wald zum Resort abbiegt und dann auf das alte Gutshaus, welches von den Besitzern, der Familie Grafe in den letzten Jahren aufwendig und mit sehr viel Liebe neu aufgebaut wurde, zufährt bietet sich einem ein toller Anblick auf ein wunderschönes Spa&Golfresort. 
Dabei stehen Hotel und die Golfhütte im Zentrum der kompletten Anlage. Der Spa-Bereich mit seinen 2.500qm ist eine Augenweide und Erholung pur. Und dazu so angelegt, das er sich komplett in Richtung Goethe-Course öffnet und damit auch hier die Verbindung zum Golf hergestellt wird.

Für Spieler aller Klassen gibt es auf 36 Bahnen in 3 möglichen 18-Loch Kombinationen jede Menge Golfspaß. 

Auf der großzügigen Drivingrange, dem 3-Loch-Kurzplatz und einem sehr schönen Übungsbereich stehen beste Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung. Und dank einer möglichen Kombination aus Teilen der beiden Golfplätzen Goethe und Feininger gibt es eine dritte 18 Loch-Option, den Bobby Jones Champion Course
Wie gesagt, im Zentrum der Golfplätze befindet sich auch die Golfhütte, diedemn Pro-Shop beherbergt und kurze Wege garantiert sind. 
An Tag 1 durften meine Frau und ich den Goethe-Course spielen. Wenn Goethe damals Golf gespielt und es das Resort damals schon gegeben hätte, würde man ihn auf dem Platz garantiert seine Runden ziehen sehen.
Bevor es losging, gab es noch einen Mittagssnack in der Golfhütte. Für das erstklassiges Essen angemessene Preise dürften Gefallen und für die notwendige Stärkung vor der Runde führen. Und was einem da schon geboten wird, wenn man auf der Terrasse sitz, ist schon ein spektakulärer Blick auf die 18te Bahn des Feiniger-Course (ein Par 3 übrigens) und auch die 18te Bahn des Goethe–Course ist einsehbar.

Blick von der Terasse auf das 18te Grün Feininger-Course
In der GolfHütte befindet sich neben des Restaurants mit seinen Ruhezonen auch der Pro-Shop und das Sekretariat und kann man sich eines der 30 Carts mieten und ggf. fehlende Ausrüstung auffüllen und ergänzen. Und wenn man genau hinschaut, entdeckt man im Obergschoss einen Bereich, der sich für Feiern oder Vorträge hervorragend eignet.
Wer mag kann die Trainingseinheiten frei nutzen, bevor es auf einen der beiden Plätze geht. Für uns begann der Tag, wie gesagt, auf dem Goethe-Course. Das Design des Par 72 mit Herren gelb 5.971 Metern und einem Slope von 132 ist so ausgelegt, dass alle Spielstärken ihren Spaß, aber auch ihre sportlichen und manchmal auch mentalen Herausforderungen finden. Und das man immer wieder tolle Eindrücke für die Umgebung bekommt.  
Die Runde beginnt hinter dem Resort mit einem Par4.
Den Damenabschlag hat man dabei so geschickt platziert, dass die Gäste im Spa-Bereich quasi live dabei sind, wenn die Damen ihren ersten Schlag machen. Die gesamte 1te Bahn verläuft parallel zum Resort, so dass Terrassengäste gut zuschauen können und die Spieler auf der Bahn schon etwas Druck haben. Mir gelang ein Par auf dem Par 4, aber auch eher nur, weil ich den zweiten Ball mit dem Eisen ins Grün etwas dünn getoppt hatte und der Ball dadurch noch aufs Grün gerollt war. Der Platz zieht sich ab der Bahn 3 durch einen Waldschneise hinaus in die Natur und man hat, wenn man sich zwischendurch mal umdreht, einen spektakulären Blick auf das Resort mit seinem alten Gutshaus, dass übrigens von Grund auf komplett neu aufgebaut wurde.
Der Blick zurück vom Abschlag der 3
Dabei sind links nicht nur der „begleitende“ Wald und seine Ausgrenzen zu beachten, sondern es zieht sich auch, gerade an den Bahnen 4-7 immer wieder Wasserhindernisse die leicht welligen Bahnen entlang. Meine Frau meinte am Abschlag der 3 „Ich schlage den Ball bestimmt ins Wasser“. Ich war erst verwundert, hatte ich nur das Wasser direkt vor dem Tee im Auge , doch sie meinte das Wasserhindernis links das mir gar nicht aufgefallen war. Und ja, sie hat ihre eigene Prophezeiung erfüllt und den Abschlag links ins Wasser geschlagen.
Wasser vorne und Links das Grün in der Mitte des Bildes
Ich kam an der 3 nur mit einem Bogey davon, nachdem ich das Grün rechts etwas verfehlt und den Chip mal wieder zu kurz gelassen hatte. Der Platz spielt sich beim zweiten Mal bestimmt etwas einfacher, ein Birdiebook sollte man schon beim ersten Mal dabei haben. Auch die Kenntnis um die Grüns hilft. An der 9ten Bahn gibt es dann ein Halfwayhouse. Die Bahnen 10 bis 14 führen zurück und man kann das Resort nicht einsehen, hat dafür etwas mehr von der Lanschaft für sich. Und mit etwas Glück sieht man am Himmel Greifvögel (keine Ahnung was da war, aber es war groß).

Abschlag der 10 und rehts das Grün der 12

 An der 12 wartet eines der schönsten Golflöcher die ich bisher gespielt habe. Ich mag Inselgrüns, wenn die dann auch noch so attraktiv und vielseitig zu bespielen sind, ist das schon Golf vom allerfeinsten. 
Das signature hole ist ein Par 4 mit 335 Metern offizieller Vermessung. Das Inselgrün können Longhitter aber diekt erreichen, wenn man den Ball schon so 250 Meter carry driven kann und er dann noch Spin hat. Das Grün selber ist quasi 295 Meter vom Abschlag entfernt.

Der deutlich erhöhte Abschlag der 12
Das Wasserhindernis beginnt, vom gelben Abschlag aus, bei 225 Meter, aber Achtung, durch den deutlich erhöhten Abschlag spielt es sich viel kürzer. Mein Holz 3 war nur knapp 3 Meter zu kurz und lag leicht im Rough vor dem Wasserhindernis. Ich hatte einen 90 Meterschlag zur Fahne. Das Par kann man hier also gut spielen, aber man kann auch mehr wollen und viel mehr verlieren, wenn der Ball im Teich landet. Ich habe meinen Birdieputt aus 4 Metern mal wieder zukurz gelassen und schiebe das mal (zu unrecht) auf die noch etwas airifizierten Grüns… Diese Bahn ist einfach der Hammer. Hier ein Birdie zu spielen, wäre die Krönung gewesen. Aber naja. Zu kurz. Wie (fast) immer, oder?
Abschlag 13te Bahn

Die 13te Bahn spielt man parallel wieder bergauf und ab der 15 Bahn geht es bis zur 18 durch das schmale Tal wieder in Richtung GolfHütte zurück.

Die 18te Bahn hat es dann nochmal in sich, da man am Abschlag und links komplett Wasser hat und das leicht erhöhte Grün bergauf angespielt werden muss. Und das Grün wird liegt im Blickfeld der Terrasse vor der Golfhütte, so dass man nie unbeobachtet ist. 
Was meiner Frau an Bahn 3 gelang, habe ich an der 18 geschafft. Mein (echt mieser) Abschlag mit dem Holz 3 landete im Wasser und verhagelte mir einen besseren Score. Die zweiten 9 habe ich dennoch mit einer 43 abgeschlossen, nachdem die ersten 9 nur eine 52 auf der Scorecard gesehen haben (ja, das Wasser links, dann das rumgehacke in den Bunkern an der 5 etc. Ihr kennt das… ) waren nicht hilfreich. Insgesamt aber ein gutes Ergebnis und wir hatten beide echt viel Spaß. Nächstes Mal spiele ich bestimmt besser.
Der Goethe-Platz zeichnet sich durch klug eingesetzte Wasserhindernisse und wirklich gut angelegte Bunker und die durchgängig leicht hügelige Landschaft aus. Man kann hier bestimmt gut scoren (Platzrekord liegt aktuell laut Manager Thomas Mönch bei 71), aber auch Federn lassen. Grünkenntnis helfen dabei genauso, wie das strategisch sinnvoll und geduldigangelegte Spiel. Von daher kann und sollte man den Goethe-Course gerne auch ein zweites und drittes Mal spielen. Aber auch Anfänger haben viel Spaß und erleben die gesamte Palette des Golfsports. Meiner Frau hat es, genau wie mir, super gefallen.
Was mir noch auffiel: Wir sind die 18 Loch mit dem Cart gefahren und haben dennoch kaum Mitspieler gesehen, obwohl das Resort wirklich schon sehr gut besucht war. Das liegt in der Tat zum einen an der Tatsache, dass es zwei Plätze gibt und die Mitglieder vor allem auf dem Feininger spielen, zum anderen aber auch daran, dass die Anlage so schön angelegt ist. Aber Achtung, der Platz ist nicht komplett umzäunt und so kann es passieren, dass auf einmal Radfahrer und Fußgänger den Platz überqueren. 
Alles in allem war es einfach ein Genuss zu spielen und meine Frau (PE und 5-6 Mal im Jahr Golferin) hatte genauso viel Spaß wie ich und hat daher auch wirklich gut gespielt. Aber man sollte nicht zu übermütig, sondern dem Platz respektvoll begegnen und gerade beim ersten Mal etwas vorsichtiger spielen. 
Ein Extratipp: Nehmt ausreichend Getränke und etwas zu Essen aber auch eine Kamera auf die Runde mit. Man kann sich nämlich auch einfach mal 10 Minuten auf eine der Bänke setzen und einfach nur die Natur und den Ausblick genießen.  

Der Blick vom Outdoorbereich des Spas
Nach der Runde kann man dann den SPA-Bereich des Hotels nutzen. Ein Tipp: Vom Poolbereich der Lindentherme aus hat man einen herrlichen Blick auf den Goethe-Course und den Sonnenuntergang. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Natürlich stehen auch Wellness, Massagen und Fitnessräume zur Verfügung. Und viele Ruhezonen. Wer alleine sein will, kann das problemlos in allen Bereichen.


Die Zimmer im Resort sind in allen Formen bis hin zur Wellness-Suiteinkl. eigener Sauna und freistehender Badewanne oder auch als Familien-Suites buchbar. Meine Frau kam in den Zimmern auch nicht aus dem „Schön hier“-Modus. 
Abends dann kann man in dem Restaurant sehr gut Essen und sich auch an der Bar gepflegt aufhalten. Was uns auch besonders gut gefallen hat ist die Tatsache, dass man viele Rückzug- und Ruhezonen findet. Man kann fast überall für sich sein. Der Service ist auch spät abends noch sehr aufmerksam und immer kundenorientiert.

Aber da ich alle Eindrücke nicht in einen Post packen kann, geht es nächste Woche weiter, mit Bildern, Eindrücken des Resorts und auch impressionen und Eindrücke des Feininger-Course.
Ohne jetzt schon zuviel vorweg zunehmen, wer von Euch kann, Lust und Zeit hat, dem/der sei schon gesagt, fahrt da hin. Es ist ein Traum…


Nur Golf findet man natürlich auf
              und         

und jeden Montag ab 19 Uhr im Programm von 
Copyright und Nutzung der Fotos by Thomas Wischnewski und mit freundlicher Unterstützung des SPA & Golf Resort Weimarer Land

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