Woher die Besessenheit kommt oder wie alles begann Teil 2

In meinem letzten Blog Woher die Besessenheit kommt oder wie alles begann hatte ich begonnen euch zu berichten wie es ist Golfpro zu werden oder zumindest wie es ist Golfpro zu sein. Viele gute oder sehr gute Golfer versuchen diesen Weg zu beschreiten mit den unterschiedlichsten Zielen. Es gibt Leute die wollen einfach ein guter Golflehrer werden um die Leistungsspitzen im Sport zu trainieren, anderen macht es Spass Clubprofessional zu sein und der Basis das Golfspiel näher zu bringen aber ein großer Teil derjenigen die es versuchen starten zu mindest mit dem Vorsatz einmal Playing Pro zu werden. Dieser letzteren Gruppe habe ich angehört. Ich hatte meine Ausbildung zum Golflehrer begonnen und nutzte diese mein Spiel in eine wettbewerbsfähige Verfassung zu bekommen. Wie es weiter ging und am Ende auch zu Ende ging kommt jetzt.

Im ersten Jahr meiner Ausbildung hatte ich sehr viel Zeit mich meinem Spiel zu widmen und diese Zeit habe ich genutzt. Ich wurde immer besser und das hat sich auch in den Ergebnissen niedergeschlagen. Die angestrebten 10 Runden unter 77 in Profigolfturnieren hatte ich am Ende des Jahres zu buche stehen. Es ist schwer sich als Amateur vor zu stellen wie es ist Golfpro zu sein. Auch wenn man „nur“ Trainee mit einem Hang zum Spiel ist. Man kennt ja eigentlich nur die Pros aus dem Fernsehen. die haben dicke Werbeverträge gewinnen unsummen und jetten durch die Welt und spielen die herrlichsten Golfplätze. Mein Spieleraltag sah anders aus. Jeden Montag hat ein anderer Kollege in seinem Ausbildungsclub ein Traineeturnier organisiert so das man in der Regel am Sonntag nach der Arbeit irgendwo hingefahren ist sich in ein Hotel eingebucht hat um am nächsten Tag die 36 Löcher zu spielen. Meistens schlägt man dann irgendwie um 7:00 Uhr morgens ab um mit allen Leuten die 36 Löcher auch zu schaffen. Mit einschlagen und Vorbereitung ist das ein sehr langer Tag. Man muss dann ja auch noch nach Hause weil man am nächsten Tag im Golfclub den Proshop aufschließen muss. Dann fängt die 6 Tage Woche im Golfclub an um dann am Sonntagabend wieder auf die Piste zu gehen. Je schneller man diese 10 Runden gespielt hat um so schneller kommt man in die Situation das man sich die Turniere aussuchen kann. Ich hatte zu Beginn aber enorme Probleme die erforderlichen Ergebnisse zu bringen.
Der Druck diese Runden schnell spielen zu wollen gepaart mit einer völlig neuen Lebensweise sowie Schwung und Spielanpassung war zu Beginn zu viel für mich. Ich habe es nicht geschafft auch nur unter 80 zu spielen was für mich eine völlig neue Erfahrung war denn zuvor waren Runden über 80 fast ein Unding. Mein Chef im Club baute zusätzlich Druck auf und dann geschah die Geschichte die ich bereits in meinem Blog Pleiten Pech und Putter berichtete. Mein totaler Frust entlud sich in Nippenburg als ich den Putter ins Wasser gefeuert habe. Diese Runde wurde schlussendlich eine Runde über 90. Ich musste entspannter werden und vor allen Dingen meine Ansprüche an mich runterregulieren. Hatte ich im ersten Jahr der Ausbildung noch vor gehabt, nur um mal rein zu schnuppern, die Q-School zu spielen, habe ich mich Mitte dieses Jahres von allen Ambitionen verabschiedet. Und plötzlich lief es. Befreit von dem selbstgemachten Druck spielte ich auf einmal eine 80, dann eine 78, und dann meine erste Runde als Profi unter 77. Das Turnier in dem das passiert ist war schlecht besetzt und es wurde allgemein schlecht gespielt ich weiß es noch wie heute das ich nach 9 Löchern 5 über Par lag und das erreichen meines Ziels abgeschrieben hatte. Nach 9 Löcher fing ich also an mit meinen Mitspielern zu zocken um 5 Mark das Loch. Das Turnier wurde völlig nebensächlich erst später erfuhr ich, ich habe es beim Spielen nicht gemerkt, das ich die Back 9 eins unter Par gespielt habe und somit eine 76 hatte. Es war meine erste gewertete Runde. Zu allem Überfluss habe ich auch noch den letzten Platz im Geld erreicht, wie gesagt hier wurde nicht gut gespielt an dem Tag. Ich gewann mein Startgeld zurück aber vor allem gewann ich das erste mal in meinem Leben Preisgeld. Das war ein fantastisches Gefühl. Der Aufwärtstrend hielt an und so hatte ich am Ende die 10 nötigen Runden in der Tasche.

Am Ende des Ersten Ausbildungsjahres hatte ich mein Spiel auf einem konstanten Level den man am besten mit HCP 0 beschreiben könnte. Ich spielte Runden unter Par einige über Par, nie aber deutlich über 72. Natürlich waren auch 79 Runden dabei aber das waren die Ausnahmen. Alles in allem sah ich mich voll im Plan. Ich hatte mich von einem guten Amateur zu einem Profi gewandelt. Das muss man sich in etwa so vorstellen das die nackten Ergebnisse zwar für mich selber und meinen beruflichen Fortgang wichtig waren aber in der Außenwirkung war ich auch Profi geworden. Am leichtesten lässt dich das vielleicht erklären wenn man versteht das ein Profi, egal welcher Art, ob US PGA Tour Member oder Clubprofessional im Wald und Wiesen Pitch and Putt ums Eck sich eben entsprechende der Etikette der Pros zu verhalten hat. Man trägt gewisse Kleidung benimmt sich entsprechend etc. Wie gesagt ich war im Business angekommen. Und Business bedeutet 100% Golf, 7 Tage die Woche Golf. Ich hatte keinen anderen Gedanken mehr alles drehte sich um Golf. Außerhalb des Golfs hatte ich keine Freunde mehr, ich war besessen. Aber damals habe ich das so nicht gesehen.

Aber wie sieht es jetzt mit den fetten Werbeverträgen aus? Nun als Trainee mit Ergebnissen um Level Par  der einmal die Woche 36 Löcher Turniere spielt wird das mit dem fetten Deal schwer. Ich hatte das Glück das bei uns im Golfclub 2 Repräsentanten von Namhaften Golfausrüstern Mitglied waren. Das führte dazu das wir Pros im Club gut versorgt waren. Ich hatte also schon sehr früh ein Staffsponsoring, sprich um Equipment musste ich mir keine Sorgen machen. Das war zu meiner Zeit bei weitem nicht selbstverständlich. Neben den Schlägern und Taschen bekamen wir auch etwas was extrem wichtig war für mich, wir bekamen das „Verbrauchsmaterial“ gestellt. Darunter fallen vor allem Bälle, Kleidung (Polos, Hosen etc), Handschuhe und das wichtigste Schuhe. Wenn du 7 Tage die Woche um die 13 Stunden auf dem Golfplatz rumspringst und größtenteils Stehst oder gehst, dann brauchst du gute Schuhe. Und im Golfsport ist es leider so das gut bei Schuhen automatisch teuer heißt. Ich habe pro Jahr 4 Paar Schuhe verschlissen. Das liegt aber nicht an der Qualität der Treter sondern an der übermäßigen Belastung. Wenn ich Bälle und Schuhe hätte selber Kaufen müssen wäre ich schon alleine deshalb an meine Grenzen gestoßen. Zu der Zeit spielte man noch mit Balata Bällen, die Eigenschaften auf den Grüns sind denen der heutigen Top Bälle sehr ähnlich. nur das man zum Beispiel mit einem Modernen Pro V1 Ball durchaus mal 3-4 Löcher spielen kann. Ein Balata Ball ist nach einem Loch quasi unbrauchbar, der kommt dann in die Übungstasche. Die bittere Wahrheit war das ich pro Runde ein dutzend Bälle verbraucht habe. Im Vergleich zu heute waren die Bälle gleich teuer. Also alleine die Bälle hätten mich finanziell schon ruiniert wenn ich das Staffsponsoring nicht gehabt hätte.

Und damit kommen wir auch zu dem größten Problem was du als ambitionierter Golfpro hast. GELD! Es mag uninspiriert oder trivial klingen aber die bittere Wahrheit ist ohne Geld wirst du nicht besser oder erfolgreich. Dein Talent bringt dich bis zu einem Punkt, bei mir war es der Punkt zum Ende des ersten Jahres, mehr war mit meinem Einsatz und meinem Talent nicht erreichbar. Um nun den nächsten Schritt zu gehen musste ich wiedermal etwas verändern. Die bittere Wahrheit ist ich musste weg von diesen kleinen Turnieren, ich musste Qualifikationen für die Touren spielen ich musste mich für Sponsoren interessant machen. Das alles parallel zu meiner Ausbildung. Um mal die Q-School zu nehmen. OK ich gebe zu ein ambitioniertes Ziel, muss man sich durch die einzelnen Qualifikationen spielen, das bedeutet aber vor allem erst einmal das Startgeld muss bezahlt werden, dann muss man irgendwo hin, meistens in Großbritanien, um die Turniere zu spielen das bedeutet Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung. Auch muss man vorher und nachher Trainieren also bleibt man länger was die Kosten wieder steigen lässt. In meinem Fall war es so das ich es langsam angehen wollte. Natürlich habe ich die Q-School nicht gespielt trotzdem wollte ich größere Turniere spielen, das führte dazu das ich quer durch Deutschland gereist bin was nicht gerade günstig war. Mit meinem Club konnte ich einen Deal machen das ich weniger im Shop arbeiten musste und manchmal sogar für ein Paar Tage zu Turnieren fahren durfte. Aber am Ende reduziert sich mein Problem auf folgendes, ich musste auch mal etwas essen.

Meine Eltern unterstützen mich zwar aber nicht in dem nötigen Umfang (das habe ich auch nicht erwartet), der Club zahlte mir ein Trainee Gehalt (das entspricht einem Ausbildungsgehalt wie bei jedem anderen Auszubildenden), ich hatte keinen Sponsor der Geld gegeben hätte, die Preisgelder reichten nicht um die Startgebühr fürs nächste Turnier zu decken. Das Fazit war ich hatte zu wenig Geld. Und dann habe ich den folgenschwersten Schritt gemacht der zum schlussendlichen Ende meiner Ambitionen geführt hat.

Ich habe, um Geld zu verdienen, angefangen Unterricht zu geben. Das Geld was man dabei verdient hat gereicht um meine finanziellen Bedürfnisse zu decken, ich habe nicht in Saus und Braus gelebt, aber ich konnte die Reisen und das Leben finanzieren. aber um dieses finanzielle Level zu erreichen musste ich mindesten 4-5 Stunden am Tag Unterricht geben. Diese Zeit ging 100% zu lasten von meiner Trainingszeit.  Am Anfang war das noch nicht so stark merkbar aber sehr bald konnte man meinem Spiel anmerken das die Trainingsstunden fehlten. Dadurch wird ein Teufelskreis in Gang gesetzt, du wirst wieder schlechter kannst also nicht mehr die Qualität an Turnieren spielen, eigentlich muss man mehr Turniere spielen und vor allen Dingen muss man mehr Trainieren, um die zusätzliche Turnierbelastung zu stemmen braucht man wieder mehr Geld also muss man wieder mehr Unterricht geben was zu weniger Training führt. Ihr versteht was ich meine. Der Druck wurde wieder höher. Nach den Turnieren muss man sich auf der Drivingrange „kalt“ schlagen und man sollte ein wenig trainieren. Das ist ungemein wichtig. Der finanzielle Druck erlaubte es mir aber nicht einen Tag nach dem Turnier länger zu bleiben ich musste zurück in den Club und am nächsten Tag Unterricht geben. Die Schüler fragen auch selten nach Zeiten, sprich mein ohnehin schon reduziertes Training wurde ständig durch Unterricht unterbrochen. Das alles war nicht optimal.

Zum Ende meines zweiten Jahres war ich Quasi wieder da wo ich angefangen hatte. Und wieder gab es ein Paar grundsätzliche Fragen zu beantworten, schaffe ich das mit dem Playing Pro, wenn man realistisch ist, dann muss man sich mit Unmengen an höchst talentiert, finanziell besser ausgestatteten, früher begonnen , ehrgeizigeren, über ganz Europa verteilten, um viel zu wenig Plätze konkurierende, Jungpros streiten. Wenn ich diese Frage aber mit Nein also, das schaffe ich nicht, beantworte, was bleibt an Alternativen? Die Alternative ist Golflehrer zu werden und seinen Lebensunterhalt mit unterrichten verbringen. Am Ende des zweiten Jahres musste ich meine erste Steuererklärung als Freiberufler machen und mein Steuerberater, ein Mitglied aus meinem Club, hat mich dann gefragt ob es das wirklich ist was ich mir vorgenommen habe? Ob ich mein Leben lang auf der Range stehen wollte. Und die klare Antwort auf diese Frage war NEIN! Ich bewundere die Teaching Pros für ihre Arbeit und ich weiß was das für ein tougher Job ist, auch weiß ich das es ein durchaus lukrativer Job sein kann aber das war nicht mein Traum, ich wollte nach Augusta! Hier noch mal die Hauptgründe für meine letztliche Entscheidung. Ich sah keine Möglichkeit mein Spielerisches Ziel zu erreichen, auf die Range als Lehrer wollte ich nicht, ich wollte wieder ein Privatleben und vor allen Dingen wollte ich mein Leben zurück. Innerhalb der ersten drei Jahre kann man die Ausbildung abbrechen und sich wieder Reamateurisieren lassen, danach wäre ich für 10 Jahre gesperrt gewesen. Warten machte keinen Sinn also habe ich nach 2 Jahren aufgehört.

Ich habe dann studiert (BWL) und im Studium meine heutige Partnerin kennengelernt und führe nun ein ganz normales Leben mit Freunden und einem Golfspiel was gemessen an dem wo ich herkomme eine Katastrophe ist aber ohne Druck macht mir das Spiel sehr viel Spass. Ich bereue nichts. Diese in Summe vielleicht 3,5 Jahre waren die intensivste Erfahrung meines Lebens und ich würde es immer wieder so machen ich weiß jetzt das ich nicht das Zeug dazu hatte aber versucht habe ich es und das kann mir keiner nehmen. Nebenbei habe ich tolle Leute getroffen und kennen lernen dürfen. Ich bin meinen Eltern bis heute Dankbar das ich diese Möglichkeit hatte einen Traum zu verwirklichen, ich kenne nur ganz wenige die in der Bedürfnispyramide bis zur Selbstverwirklichung vorgestoßen sind, ich war dort und das in jungen Jahren.

In knappen dürren Worten war es das mit meiner kleinen Geschichte wie ich auszog Golfpro zu werden. Natürlich habe ich in der Zeit sehr viel erlebt, einiges kennt ihr schon vieles nicht und ich habe mich entschlossen aus dieser Thematik vorerst eine kleine Serie zu machen so nach dem Motte was mir als Pro so alles passiert ist. Ich hoffe ihr mögt auch das.

Bis dahin ein schönes Spiel

Ach Ja wie der Thomas vermutet ist es alleine wegen des Wettbewerbs schon schwer es zu schaffen aber das erzähle ich euch ein andermal.

15 Gedanken zu „Woher die Besessenheit kommt oder wie alles begann Teil 2

  1. Vielen Dank, dass Du die Tür, auf der Gplfpro steht für uns mal einen Spalt weit aufgemacht hast.
    Ich habe das wirklich mit froßem Interesse und Genuß gelesen

    Sven

  2. Alex, jedesmal wenn ich einen Ball schlage und der weiße Teufel tut nicht das was ich von ihm verlange denke ich daran zurück. Aber nicht mit Wehmut. Ich hatte meine Chance, Und hätte, hätte Fahrradkette ist nicht so mein Ding.

    Sven, du machst dir keinen Begriff davon wie viele an diese Tür klopfen und der Spalt ist winzig. Alle wollen sie auf die Tour und selbst da kannte ich zu meiner Zeit Leute (Wohl gemerkt European Tour) die Im Auto schlafen mussten weil sie kein Geld für ein Hotel hatten. Es ist hart. Aber auch unendlich intensiev und toll.

    Wenn ich mir heute Auf Sky in HD die Turniere ansehe und ich Diskussionen höre das die alle überbezahlt sind, schüttel ich am Kopf es ist unglaublich was diese Leute, gerade die Weltspitze, leisten.

  3. "Diese in Summe vielleicht 3,5 Jahre waren die intensivste Erfahrung meines Lebens und ich würde es immer wieder so machen ich weiß jetzt das ich nicht das Zeug dazu hatte aber versucht habe ich es und das kann mir keiner nehmen."
    Diese Formulierung hat bei mir Gänsehaut ausgelöst. Du hast versucht deinen Traum zu leben. Ein absolut epischer Zweiteiler Ralph

    Gruß Matthias

  4. Ich bin von deiner Geschichte beeindruckt. So ähnlich hatte ich es mir vorgestellt aber eben nur so ähnlich. Deine Geschichte öffnet Augen und zeigt was man Leisten muss und vor allem zu Opfern bereit sein muss um ganz nach oben zu kommen.
    Danke

    bis denne
    rebel

  5. Es tut mir auch ein bisschen Leid das ich so auf dem Geld rumgeritten bin aber so war es nun mal. Die spielerische Herausforderung werde ich noch mal separat betrachten.

  6. Aber letztendlich scheint ja auch das Geld und daraus resultierend die Einschränkung weniger Turniere spielen zu können, ein wichtiger Grund zu sein. Allein das vor Augen, macht die Leitung, die du damals gebracht hast, in einem ganz anderen Licht – als wenn du es nicht erwähnt hättest.

  7. Stark, Ralph.
    Sehr, sehr stark.
    Ich erlebe eine ähnliche Geschichte gerade im Freundeskreis mit Pete, der letztes Jahr erstmals auf der EPD gestartet ist und dort versucht, sich zu etablieren und dann für höhere Aufgaben zu qualifizieren.
    Es ist ein gnadenloser Ausscheidungswettbewerb, der leider, auch und gearde des Geldes wegen, nicht mit gleichen Mitteln gekämpft wird.
    Auch bei Pete ist das Geld ein Faktor, doch hat der sich vor seinem Start als Playing Pro versucht Sponsorengelder und Finanzierungsmodelle zu generieren, die ihm die Option geben, sich auf das Spiel zu fokussieren. Es ist ein schwerer Weg, geld zu finden und dass die Turniere soagr Startgeld kosten, macht die Qualifikation nicht einfacher.
    Es gibt einige Parallelen zu deiner Erfahrung.
    Und ich denke, Pete und ich werden hier auch nochmal ausführlicher darüber berichten in 2013.
    Gestern haben wir ihn schon mal für einen Imagefilm vor der Kamera gehabt, der dabei hellfen soll, ihm weitere Sponsoren zu akquirieren.
    http://youtu.be/yyZjFV9cRSU

  8. Bei mir war das ja so das ich quasi völlig unqualifiziert die Entscheidung getroffen habe das ich es versuche. Die Entscheidung viel da hatte ich ein HCP Mitte 20. Damit generierst du Hohn und Spott aber keine Sponsoren ;-). Den Weg den ich gegangen bin gehen sehr viele und sehr viele Packen es dann auch nicht. Und es ist zwar traurig aber wahr, Geld regiert die Golfwelt. Rückblickend war es für mich schon fast ein Wunder das ich nach einem Jahr auf so hohem Level gespielt habe wenn man bedenkt das ich 2 Jahre vorher noch HCP 27 hatte.

    Was ich schade finde aber das ist ein Punkt den hast du immer im Profisport, das es mit Geld und Glück deutlich einfacher wird. Wie ich schrieb, was glaubt ihr wie viele Kollegen sich Schläger und Bälle selber kaufen mussten?

  9. Am Ende ist es, wie in jedem Sport auch, eine Menge Können, sehr viel Glück und dazu noch eine gehörige Portion Glück, die man braucht, um überhaupt eine Chance auf eine Chance zu bekommen.
    Um die dann aber zu nutzen, muss man auch das nötige Kleingeld haben.
    Auf der gerade umbenannten EPD (ab sofort "Pro Golf Tour") müssen die Spieler noch Startgeld zahlen.
    D.h. sie haben nicht nur Reise- und Materialkosten, sondern dazu auch noch Startgelder (bei 25 Turnieren pro Jahr ca. 10.000 Euro).
    Und dann müssen sie ja auch noch Leben. Und Essen und wohnen etc.
    Also, dass ist im Golf schon ein sehr harter Weg, der sicherlich nicht einfacher dadurch wird, dass die Technik aus vielen wohl eher "normalguten" Golfern Spieler macht, die Hadcp 0 haben. Früher war das ein Qualitätsmerkmal, aber heute ist das eher ein Makel, nur 0 zu haben.
    Deutschlands bester Amateure 2012 (Moritz Lampert, der sich über die Qualifiying School für die European Tour direkt qualifizieren konnte) hatte ein Handicap von +5,6
    Es ist also ein sehr harter Weg. Sehr, sehr hart.
    Und ich ziehe vor jedem den Hut, der ihn versucht hat zu gehen.
    Wenn es nicht klappt, hat man es wenigstens probiert.

  10. Thomas, interessanter Aspekt, also das mit HCP 0 war mir gar nicht so bewusst aber wo du es sagst, als ich Pro wurde gab es geschätzte 10 (Ich weiß es nicht genau) Scratch oder besser (+ HCP) Spieler in Deutschland und heute? Ich habe mal nachgeschaut

    http://www.golf.de/publish/ranglisten.cfm?MandatoryNo=9100&RanglistenID=44&RatingID=29&sort=rang&sr=D&SpielerID=&anzahl=9999

    Das sind knapp 150 Aber ich halte das nicht für einen Qualitätsverlust oder das es durch die Ausrüstung einfacher wird, ich halte das schlicht für die logische Konsequenz aus gezielter Nachwuchsarbeit und mehr Golfern. wenn wir mehr Plätze haben und mehr Leute spielen werden wir auch mehr Spieler haben die Scratch haben. Zu Meiner Zeit gab es in GB über 1000 Scratch Player.

  11. Moin ,

    wirklich interessant! Habe ein Interview von Christoph Günther gefunden, in dem er sagt, dass 50.000 Euro ihm damals auf der Challenge Tour gerade mal gereicht haben, um die Reisekosten zu zahlen. Aber immerhin sieht man die Welt, das können die meisten nicht von Ihrer Arbeit sagen. Und keine 2000 Euro zu haben , um mal eben ein Golfturnier in Kolumbien spielen zu können, ist wohl auch eher ein Luxusproblem.
    Aber eigentlich kann man nur vom Sport leben , wenn man sich auf der European Tour etabliert, oder nicht? Wie die Spieler auf der EPD Tour das jahrelang machen , ist mir echt ein Rätsel.

    Grüße,

    David

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